Werder-Einzelkritik
Werder in Noten gegen den FC Augsburg: Friedl hinten sicher, Schmid vorne zu ungenau
Der SV Werder Bremen hat nach schwacher Leistung dem FC Augsburg ein 0:0 abgerungen. Die Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten.
Mio Backhaus: Musste gleich in der Anfangsphase eine Wolf-Chance mit viel Einsatz zunichtemache (10.), blieb ansonsten aber lange tatenlos und diente allenfalls als zusätzliche Anspielstation. Wackelte etwas bei einem Distanzschuss von Claude-Maurice (52.). In der Schlussphase rettete zweimal das Aluminium für ihn. Note 3
Werder Bremen in Noten: Kein Gegentor beim FC Augsburg – Marco Friedl ein starker Rückhalt
Yukinari Sugawara: Hatte viel Platz auf seiner rechten Außenbahn, doch die Hereingaben des Japaners waren eine Enttäuschung. Auch seine Zweikampfführung ließ streckenweise zu wünschen übrig. Von seiner guten Frühform der Hinrunde ein deutliches Stück entfernt. Note 4,5
Niklas Stark (bis 83.): Erstmals seit dem zweiten Spieltag von Beginn an dabei, bewegte sich oft ganz rechts an der Seitenlinie. Dem Zusammenspiel mit Sugawara mangelte es mitunter an der Präzision, weshalb er sich teilweise zu spät vom Ball trennte. Bei seinem Kerngeschäft aber stabil. Note 3,5
Marco Friedl: Zurück im Zentrum der Abwehrkette und dort deutlich wertvoller als zuletzt auf dem Flügel. Gewann wichtige Kopfballduelle, grätschte stark und bügelte manch Stellungsfehler seiner Nebenleute aus. Nach einer Ecke sogar mit guter Offensivaktion (15.). Landete nach einer knappen halben Stunde erneut auf der lädierten Schulter, biss aber auf die Zähne und spielte bis zum Ende stark. Note 2
Amos Pieper: Dieses Mal als linker Innenverteidiger der variablen Fünferkette unterwegs und auch dort stets auf Ballhöhe. Hätte im zweiten Abschnitt beinahe die Führung geköpft (67.), doch sein Versuch ging knapp drüber. Note 2,5
Isaac Schmidt (bis 83.): Der Schweizer verschätzte sich bei seiner Startelf-Premiere früh, ließ Fellhauer laufen, was aber ohne Folgen blieb (10.). Danach ganz ordentlich eingebunden, den großen Ausreißer nach oben, aber auch unten gab es nicht. Note 4
Werder Bremen ohne Durchschlagskraft gegen den FC Augsburg – die Noten zum Spiel
Senne Lynen: Benötigte eine gewisse Anlaufzeit, bekam dann aber im Zentrum spürbar mehr Zugriff auf den Gegner – der allerdings auch weit von vehementen Druckphasen entfernt war. Zum Schluss dann wieder mit etwas mehr Problemen, als Werder kaum noch Entlastungsmomente schuf. Spät mit wichtiger Rettungsaktion. Note 3,5
Jens Stage: Erhielt gleich mehrfach in aussichtsreichen Situationen den Ball, doch die folgenden Pässe des Dänen waren ungewohnt hektisch und ungenau. Bei der Arbeit gegen den Ball effizienter, so verhinderte das Foul an ihm das 0:1 (80.). Aber der Mittelfeldakteur hat insgesamt schon bessere Partien erlebt. Note 4,5
Cameron Puertas (bis 74.): Holte Ecken heraus, forderte oft den Ball – verlor ihn jedoch auch häufiger unnötig. Hatte unmittelbar nach der Pause Werders erste echte Torgelegenheit, schoss aber freistehend drüber (48.). Bessere und schlechtere Szenen wechselten sich auch danach ab. Note 4,5
Romano Schmid: Bemühte sich um gute Aktionen, doch der Ertrag blieb überschaubar. Auch seine Eckstöße – und davon gab es an diesem Nachmittag viele – brachten lange keine Gefahr. Nach einem aussichtsreichen Bremer Ballgewinn zudem viel zu eigensinnig (51.). Legte noch spät für Topp auf (89.) und vergab selbst einen Hochkaräter in der Nachspielzeit. Note 5
Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Stürmer Justin Njinmah ohne Abschluss, Joker stechen nicht
Justin Njinmah (bis 68.): Fing unauffällig an, leitete den Ball dann stark zu Stage weiter, der jedoch zu wenig aus der Szene machte (18.). Hatte im ersten Durchgang noch ein, zwei weitere nette Aktionen im Repertoire, echte Torgefahr strahlte er aber nicht aus. Brachte noch mit einem beherzten Sprint die Puertas-Chance auf den Weg (48.), blieb selbst aber ohne Abschluss. Aber: Als er vom Feld genommen wurde, ging streckenweise gar nichts mehr nach vorne. Note 4,5
Marco Grüll (ab 68.): Sollte noch etwas bewegen – das gelang ihm nicht. Note –
Patrice Covic (ab 74.): Sammelte weitere Liga-Minuten und wurde von Keeper Dahmen abgeräumt. Note –
Keke Topp (ab 83.): Hätte nach Schmid-Hereingabe noch treffen können (89.). Note –
Julian Malatini (ab 83.): Erstmals seit Oktober berücksichtigt. Note -
Weiter mit der Aufstellung:
Werder-Bremen Aufstellung gegen den FC Augsburg: Marco Friedl rechtzeitig fit – die Startelf ist da
Der SV Werder Bremen tritt am Samstag beim FC Augsburg an. So sieht die Startelf-Aufstellung von Trainer Horst Steffen aus!
Update vom 20. Dezember (14.30 Uhr): Jetzt ist die Startelf da! Isaac Schmidt darf gegen den FC Augsburg erstmals von Beginn an für den SV Werder Bremen ran – und Marco Friedl wurde rechtzeitig fit! Die komplette Aufstellung lest ihr hier im Liveticker zur Partie zwischen dem FC Augsburg und Werder Bremen!
Bremen – Für Jens Stage ist die Sache klar. „Wir müssen mit Laufbereitschaft und der Zweikampfführung die Grundlage schaffen. Wir müssen für die harte Arbeit bereit sein und dann unsere Qualität auf den Platz bekommen“, sagt der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) gegenüber den Clubmedien – wohlwissend, dass genau darin zuletzt die Defizite des Teams bestanden. Der Däne gilt gemeinhin als Bremer Musterbeispiel in Sachen Leidenschaft und wird deshalb, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, zur Startelf gehören. Nicht ganz so eindeutig ist die Lage in anderen Mannschaftsteilen der Bremer Aufstellung.
Werder Bremens Aufstellung gegen FC Augsburg: Isaac Schmidt könnte erstmals in der Bremer Startelf stehen
Da ist etwa die Besetzung der Abwehrkette vor Torhüter Mio Backhaus. Da Karim Coulibaly wegen einer Gelb-Roten Karte aus dem Stuttgart-Spiel gesperrt fehlt, ist der Platz im Zentrum neben Amos Pieper in der Aufstellung des SV Werder Bremen frei. Als Linksfuß wäre Kapitän Marco Friedl prädestiniert dafür, um auf seine Lieblingsposition zurückzukehren, zuletzt wurde er aber bekanntlich als Linksverteidiger gebraucht und eingesetzt. Theoretisch könnten deshalb auch Niklas Stark oder gar Julian Malatini in der Startelf stehen, wahrscheinlicher ist dennoch ein Friedl-Auftritt in der Mitte, weil er ganzheitlich weniger Anpassungen erfordert und auf dem Papier Sicherheiten in Aussicht stellt. Seine Schulterprobleme scheint der Österreicher zudem rechtzeitig auskuriert zu haben. Auf der linken Seite könnte demnach erstmals Isaac Schmidt starten, als zusätzliche Alternative stünde zudem Olivier Deman parat.
In der Offensive winken ebenfalls erneute Umbauten in der Bremer Aufstellung. Vor Senne Lynen und Jens Stage dürften Romano Schmid (zentral) und auch Marco Grüll (abermals als Spitze) die Konstanten bleiben. Da Victor Boniface verletzungsbedingt ausfällt, Samuel Mbangula unter der Woche einen Schlag auf den Fuß abbekam und zudem Keke Topp zuletzt wenig überzeugte, könnten Cameron Puertas und Justin Njinmah die weiteren Plätze in der Bremer Startelf ergattern. (mbü)
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