Werder-Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen Hoffenheim: Schmid enttäuscht, Milosevic und Njinmah auch

Der SV Werder Bremen hat das Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim trotz langer Überzahl mit 0:2 (0:1) verloren. Die Spieler in der Einzelkritik mit Noten.

Mio Backhaus: Wurde früh von Kramaric geprüft (9.) und fiel ansonsten durch etliche scharfe Pässe für den Spielaufbau auf. Beim 0:1 ohne den Hauch einer Chance gegen den perfekten Prass-Schuss. Später kaum noch geprüft. Note 3

Offensivtrio aus (v.l.n.r.) Romano Schmid, Jovan Milosevic und Justin Njinmah ohne Durchschlagskraft: Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim

Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim: Umgebaute Abwehr mit Problemen

Yukinari Sugawara: Schaltete auf der rechten Schiene immer wieder den Vorwärtsgang ein, aber so richtig ging der Plan dahinter nicht auf. Defensiv ähnlich solide wie die Nebenleute – trotz ungewohnter Besetzung. Bereitete dann das vermeintliche 1:2 durch Schmid vor, das aber nicht zählte. Note 3,5

Julian Malatini (bis 76.): Stand ein paar Mal gut, dann wieder mit Ungenauigkeiten oder nicht gedankenschnell genug. Ihm war die fehlende Spielpraxis am deutlichsten anzumerken. Kollidierte vor dem 0:2 mit Lynen. Zeigte noch ein hanebüchenes Abspiel direkt zum Gegner (74.). Note 4,5

Senne Lynen: Rückte wegen Werders Personalnot ins Abwehrzentrum und erweckte zunächst keineswegs den Eindruck, dass ihm diese Position nicht vertraut ist. Kommunizierte viel, klärte mehrere Male. Konnte dann vor dem 0:1 nicht mehr rechtzeitig stören, prallte beim zweiten Gegentreffer mit Malatini zusammen. Note 4

Karim Coulibaly: Zunächst landeten ein paar Klärungsversuche beim Gegner, doch je länger das Spiel dauerte, desto stabiler wurde der 18-Jährige. Wählte etwas zu häufig den sicheren Pass nach hinten. Unter dem Strich trotz kleiner Fehler ein solider Auftritt. Note 3,5

Werder Bremen in Noten: Auch keine Tore gegen die TSG Hoffenheim – zu wenig Impulse aus dem Mittelfeld

Olivier Deman (bis 59.): Erstmals von Beginn an in dieser Saison auf der linken Seite aufgeboten, wo er reichlich zu tun hatte. Mitunter fehlte ihm die Souveränität in seinen Aktionen, aber er steckte nie auf. Durfte auch Standards treten – aber ohne jeglichen Ertrag. Note 4

Jens Stage: In Abwesenheit von Marco Friedl als Kapitän unterwegs. Gewohnt aggressiv gegen den Ball, hatte nach Störaktionen stets den Kopf oben, um einen Mitspieler zu bedienen. Gab den ersten halbwegs gefährlich Werder-Schuss in Abschnitt zwei ab (58.). Probierte noch mehrere Kopfballablagen, zog auch mal in den Strafraum, doch alles verpuffte. Aber immerhin: Er versuchte was. Note 3,5

Cameron Puertas (bis 76.): Durch Lynens Rochade zurück in der Anfangsformation und als Sechser vornehmlich mit Defensivaufgaben beauftragt. Machte viele Wege, hatte vereinzelt gute Balleroberungen. Die ganz großen Szenen fehlten aber auch ihm. Note 4

Romano Schmid: An seinem Geburtstag anfangs völlig ohne Wirkungstreffer. Schaffte es kaum einmal die Offensivakteure in Szene zu setzen. Traf dann sehenswert per Hacke, stand aber knapp im Abseits (63.). Während der Bremer Überzahl geringfügig auffälliger. Note 5

Stürmer unauffällig, Joker bemüht: Werder Bremen in Noten gegen die TSG Hoffenheim

Justin Njinmah (bis 59.): Vergab nach 54 Sekunden die Chance zur Führung, danach nur noch selten involviert – auch weil er oft kontaktlos die Zweikämpfe in der Spitze „führte“. Vor dem 0:1 dann zu passiv gegen Vorlagengeber Burger. Ansonsten nicht zu sehen, seine Auswechslung überraschte keineswegs. Note 5

Jovan Milosevic: Gab sein sehnsüchtig erwartetes Startelfdebüt, doch dabei lange ohne echte Akzente. Machte kaum einmal einen Ball fest, der in die gegnerische Hälfte befördert wurde. Wollte vor dem 0:2 das Foul ziehen, doch dafür reichte die Aktion nicht. Note 5

Marco Grüll (ab 59.): Bewegte zwar sich, aber nicht mehr viel im Spiel. Note 4

Samuel Mbangula (ab 59.): Der frischgebackene Vater sollte für Schwung in Überzahl sorgen, das gelang phasenweise. Note 4

Keke Topp (ab 76.): Brachte noch zwei Abschlüsse zustande (86./90.+4). Note –

Patrice Covic (ab 76.): Erhielt mal wieder einige Minuten. Note -

Weiter mit der Aufstellung:

Werder-Bremen-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Ohne Amos Pieper - Senne Lynen rutscht in die Abwehrkette

Auf welche Aufstellung setzt Trainer Horst Steffen? So sieht die Startelf des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim aus.

Update vom 27. Januar (19.20 Uhr): Die Aufstellung ist da! Auch Amos Pieper fehlt Werder gegen die TSG! Die gesamte Startelf-Aufstellung lest ihr hier im Liveticker zum Bundesliga-Nachholspiel des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim!

Seinen Humor hat Horst Steffen ungeachtet der angespannten Lage nicht verloren. „Wir haben eine zwanghafte Rotation, sagen wir es mal so…“, meint der Trainer der SV Werder Bremen und lächelt. „Wir haben schon noch Verteidiger. Nicht mehr so viele, aber trotzdem sind noch genügend da, die gut spielen können.“ Doch wie genau die Abwehrreihe der Startelf-Aufstellung beim Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim (Dienstag, 20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) aussehen wird, bleibt ein kniffliges Rätsel.

Wird Amos Pieper beim SV Werder Bremen rechtzeitig fit und schafft es gegen die TSG Hoffenheim in die Startelf? Oder müssen die Bremer umstellen und Senne Lynen rückt in der Aufstellung eine Reihe nach hinten?

Werder Bremens Startelf-Aufstellung gegen TSG Hoffenheim: Wer rückt in die Innenverteidigung des SV Werder Bremen

Zwei Akteure werden dem SV Werder Bremen definitiv fehlen, nämlich Kapitän Marco Friedl (Gelbsperre) und Isaac Schmidt (Gehirnerschütterung). Da Niklas Stark (Hüftbeschwerden), Maximilian Wöber (muskuläre Probleme) und Felix Agu (Trainingsrückstand nach Syndesmoseverletzung) auch nicht auflaufen können, wäre ein Mitwirken von Amos Pieper umso wichtiger. Doch der Innenverteidiger plagt sich mit einer Wunde am rechten Knie herum, weshalb sich sein Einsatz erst kurzfristig entscheidet. Heißt: Neben Karim Coulibaly und Julian Malatini könnte noch ein Platz vor Torhüter Mio Backhaus in der Startelf frei werden. Ist das womöglich die große Chance für Abwehrtalent Mick Schmetgens (18)? „Das ist natürlich ein Kandidat, der eine Rolle spielt“, sagt Steffen nur. Auch eine Rückkehr zur Viererkette sei möglich, meint der 56-Jährige.

Senne Lynen in der Abwehr, Jovan Milosevic im Sturm? So könnte Werder Bremens Startelf-Aufstellung gegen Hoffenheim aussehen

Nicht unwahrscheinlich allerdings, dass Werders Trainerteam im Fall der Fälle anderweitig umbaut, Senne Lynen von der Sechs abzieht und in die Dreierkette steckt. Im defensiven Mittelfeld könnten dann Jens Stage und womöglich Cameron Puertas zum Zuge kommen. In der Theorie wäre auch Skelly Alvero eine Option, doch der Franzose flog zuletzt wegen schwacher Trainingsleistungen aus dem Kader. Kaum vorstellbar, dass er nun also zum Lückenfüller in der Aufstellung avanciert. Sicher ist: Den Linksverteidiger gibt Olivier Deman. Kurios: Sowohl der Belgier als auch Malatini galten bei Werder Bremen vor kurzer Zeit noch als heiße Wechselkandidaten.

Bleibt noch die Offensive, wo Romano Schmid unter Trainer Horst Steffen beim SV Werder Bremen weiterhin gesetzt sein dürfte. Darüber hinaus hat Justin Njinmah zuletzt noch den auffälligsten Eindruck im Angriff hinterlassen und sollte deshalb ebenfalls in der Startelf stehen. Um den vakanten Platz streiten sich Samuel Mbangula, Jovan Milosevic und Marco Grüll, wobei Letzterer jüngst kaum Akzente setzte. Auch da ist eine Veränderung nicht unwahrscheinlich. (mbü)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim aussehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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