Anhaltende Verletzungsprobleme

„Das wird auf Dauer nicht funktionieren“: Wie geht es für Werders lange angeschlagenen Stark weiter?

Niklas Stark schleppt sich bei Werder Bremen mit anhaltenden Verletzungsproblemen durch die Saison. Allen ist klar: So kann es auf Dauer nicht weitergehen.

Normalerweise endet die Saison in der Bundesliga dieses Mal am 16. Mai, irgendwann um kurz nach 17.15 Uhr. Falls der SV Werder Bremen doch noch in die Relegation rutscht, wären zwei Zusatztermine fällig. Es könnte aber auch sein, dass die Spielzeit schon am kommenden Wochenende ein Ende hat. Zumindest für Niklas Stark. Seit Monaten plagt sich der Innenverteidiger mit Hüftbeschwerden herum, ist kaum auf dem Trainingsplatz zu sehen, um dann ab und an doch am Spieltag mittendrin im Geschehen zu sein. So wie am vergangenen Sonntag, als der 31-Jährige als Teil der Bremer Startelf mit großem Aufwand dabei half, die gegnerischen Offensivakteure des VfB Stuttgart nicht zu sehr zur Entfaltung kommen zu lassen. Das bringt ihm viel Respekt ein – und doch ist allen Beteiligten bewusst, dass dies kein Modell für die Zukunft sein kann.

Gegen den VfB Stuttgart musste Niklas Stark mal wieder als Teilzeitkraft ran. Doch der Innenverteidiger des SV Werder Bremen schleppt sich gerade durch die Saison.

Niklas Stark bei Werder Bremen zu wenig im Mannschaftstraining: „Wird auf Dauer nicht funktionieren“

Eine schnelle Änderung der Verhältnisse, so viel ist klar, wird es jedoch nicht geben. „Bis zum Sommer müssen wir jetzt so mit ihm arbeiten, wie wir arbeiten“, sagt Werder Bremens Trainer Daniel Thioune über Niklas Stark. „Beim Spiel gegen Stuttgart haben wir gesehen, dass er sich mit allem reinwirft, was er hat. Aber aktuell findet er nur anderthalb Tage in der Woche auf dem Trainingsplatz statt. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Das weiß er selbst, dafür ist die Bundesliga zu leistungsorientiert, zu stark, zu intensiv.“

Anhaltende Verletzungsprobleme: Werder Bremen spricht mit Niklas Stark und dessen Berater nach der Saison

Was also tun? Ist es die Zeit, sprich: die Sommerpause, die alle Wunden automatisch heilen wird? Muss vielleicht ein operativer Eingriff samt eventuell längerem Ausfall her, um die Problematik endgültig in den Griff zu bekommen? Oder läuft es auf ganz andere Lösungen hinaus? Allesamt Fragen, auf die es bislang von allen Beteiligten keine Antworten gibt. Zumindest eine Trennung ist nicht angedacht, auch weil der Vertrag von Niklas Stark noch länger als bis zum Sommer läuft. „Es ist bemerkenswert, wie er sich trotz weniger Trainingseinheiten jede Woche für uns zur Verfügung stellt“, lobt auch Werder Bremens Fußball-Chef Clemens Fritz den erfahrenen Abwehrspieler im Gespräch mit der DeichStube und ergänzt: „Der Fokus liegt bei uns allen auf dem Klassenerhalt. Inwiefern er anschließend bis zum Saisonende eine Pause erhält, ist noch nicht besprochen. Wir werden nach der Saison mit ihm und seinem Berater besprechen, wie wir die Verletzungsprobleme in den Griff bekommen.“ (mbü/bvo)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Michael Taeger

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