Wohl kein Pflichtspiel-Einsatz mehr

„Wunderheilung“ nötig: Verletztem Bittencourt droht trauriger Werder-Abschied

Spielt Leonardo Bittencourt noch einmal für Werder Bremen? Der Routinier ist aktuell verletzt - jetzt äußert sich Trainer Daniel Thioune!

Es sollte noch einmal die große Bühne für Leonardo Bittencourt werden. Wenn der SV Werder Bremen in einer Woche Borussia Dortmund zum letzten Saisonspiel empfängt (16. Mai, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker), endet nach sieben Jahren das Kapitel des Deutsch-Brasilianers am Osterdeich. Verabschiedet wird der 32-Jährige so oder so – nur auf dem Platz wird er mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr stehen. Das verriet Werders Cheftrainer Daniel Thioune am Freitagvormittag auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker). „Es gab bei Leo nochmal eine Kontrolluntersuchung. Die Verletzung gestaltet sich so, dass es nahezu auszuschließen ist, dass Leo Bittencourt nächste Woche wieder ins Training einsteigt“, erklärte Thioune. „Wenn er das nicht tut, dann ist es auch nahezu auszuschließen, dass er gegen Dortmund im Kader stehen wird.“

Leonardo Bittencourt fehlt dem SV Werder Bremen aktuell verletzungsbedingt - sein Trainer Daniel Thioune gibt die Hoffnung aber nicht auf, dass der Routinier, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, nochmal für die Grün-Weißen spielt.

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Werder Bremens Daniel Thioune über Leonardo Bittencourt: „Ich hoffe immer noch auf eine Wunderheilung“

Damit dürften zu den bisherigen 188 Pflichtspielen im grün-weißen Trikot keine weiteren mehr hinzukommen. Der auslaufende Vertrag des Routiniers wird bekanntlich nicht verlängert. Wo Leonardo Bittencourt seine Karriere fortsetzt, ist noch offen. Nach DeichStube-Informationen zeigte zuletzt unter anderem Union Berlin Interesse am Mittelfeldspieler, zudem gab es erste Kontaktaufnahmen aus dem Ausland. Eine Entscheidung über seine Zukunft dürfte allerdings erst in den kommenden Wochen fallen. So ganz aufgegeben hat Daniel Thioune die Hoffnung auf einen emotionalen Abschied auf dem Rasen aber offenbar noch nicht. „Ich hoffe immer noch auf eine Wunderheilung, weil er uns als Typ sehr viel gibt. Dazu wäre es ihm auch einfach nochmal zu wünschen“, sagte der Coach des SV Werder Bremen. Gleichzeitig schob er allerdings hinterher: „Aus medizinischer Sicht sehe ich es gerade leider einfach nicht.“

Trotz seiner muskulären Probleme ist Leonardo Bittencourt weiterhin täglich nah dran an der Mannschaft. „Er wird hier bei uns behandelt und deshalb sehen wir ihn jeden Tag“, berichtete Daniel Thioune. Der Trainer des SV Werder Bremen betonte seit seinem Amtsantritt regelmäßig die besondere Bedeutung des erfahrenen Mittelfeldspielers – sowohl sportlich als auch menschlich innerhalb der Kabine. „Leo macht es als Führungsspieler überragend. Er hat in den letzten Jahren viel für diesen Verein getan“, lobte Thioune erneut. Auch wenn es gegen Borussia Dortmund wohl nicht mehr zu einem letzten Einsatz reichen wird und damit ausgerechnet der Derby-Sieg gegen den HSV Bittencourts letzte Minuten im Werder-Trikot gewesen sein dürften, betonte Thioune: „Leo versucht trotzdem aktuell alles, um die Jungs noch final über die Ziellinie zu schieben.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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