Werder-Sieg gegen den FCA
Drei extrem wichtige Punkte und „Erleichterung“ dank Starks Haarspray-Trick – die Stimmen zum Werder-Sieg gegen den FC Augsburg
Bremen - Der SV Werder Bremen hat sich im Heimspiel gegen den FC Augsburg mit 2:0 durchgesetzt und nach Kopfballtoren von Niklas Stark und Marvin Ducksch drei ganz wichtige Punkte eingefahren. Die Stimmen zum Spiel.
Ole Werner (Trainer des SV Werder Bremen): „In den ersten 20 Minuten sind wir super reingekommen, haben leider unsere Angriffe noch nicht so zu Ende gebracht. Auch unsere Flanken haben zu selten einen Abnehmer gefunden oder sind zu selten über den ersten Gegenspieler gekommen. Danach hatte Augsburg eine gute Phase, wo wir insgesamt aber gut verteidigt haben. Kurz vor der Halbzeit kippt das Spiel dann in unsere Richtung, wir belohnen uns dann mit dem Führungstreffer. In der zweiten Halbzeit kommen wir dann super raus, lassen dann lange das 2:0 liegen, obwohl wir auch gute Möglichkeiten hatten. Teilweise auch gute Torabschlüsse, die wir aber nicht nutzen. Das wird dann ja manchmal bestraft, heute aber nicht. Das lag auch daran, dass wir heute über die gesamten 90 Minuten gut verteidigt haben und ein gutes Zweikampfverhalten hatten. Das 2:0 haben wir dann nachgeholt, begünstigt durch ein bisschen Verwirrung auf der Gegenseite. Das haben wir in der letzten Woche auch gehabt, da zu unserem Nachteil, heute mal zu unserem Vorteil. Insgesamt war es ein sehr gutes Heimspiel von uns. Die Punkte nehmen wir gerne mit, die helfen uns, und dann geht’s jetzt in einer kurzen Woche weiter in Gladbach und dann versuchen wir das, was wir zu Hause schon ganz ordentlich machen, nämlich das Punkten, auswärts nachzuholen.“
Niklas Stark (Werder-Torschütze zum 1:0): „Das war heute extrem wichtig. Der Sieg tut heute sehr gut– auch wenn man auf die Tabelle schaut. Das gibt uns jetzt ein wenig Rückenwind für die nächsten beiden Spiele. Es sind zwei sehr schwierige Spiele. In Gladbach ist es immer schwer, gegen Leipzig spielen wir dann zu Hause – und da sind wir momentan ja ganz gut. Wenn wir die Tugenden, die wir heute auf dem Platz gezeigt haben, wieder bringen, dann sind mehrere Punkte drin. Wie viele, das werden wir dann sehen.“
Stark über sein Tor: „,Duckschi‘ bringt den Ball kurz vor das Tor, genau so haben wir es auch trainiert, damit wir die Bälle von dort verlängern oder direkt ins Tor befördern können. Es hat gut funktioniert, denn aus solch kurzer Distanz ist das für einen Torwart dann immer recht schwer. Ich habe mir heute aber auch ein bisschen mehr Haarspray reingemacht, damit die Bälle mehr Spin bekommen. Das hat gut funktioniert. Ich glaube, das behalte ich bei.“
Werder Bremen extrem erleichtert nach Sieg gegen FC Augsburg - die Stimmen zum Spiel
Marvin Ducksch (Torschütze für den SV Werder Bremen zum 2:0-Endstand): „Ich glaube, wenn man ein Tor und eine Vorlage gemacht hat, hat man nicht so ein schlechtes Spiel gemacht, deswegen bin ich da mit mir schon im Reinen. Aber ich bin natürlich umso glücklicher, dass wir uns nach einem Standard, die ich ja nicht schießen kann, belohnen konnten. Und dass wir auch zum richtigen Zeitpunkt das 2:0 gemacht haben. Wir haben es leider verpasst, das 3:0 zu machen, weil die Chancen dafür ja da waren. Aber nichtsdestotrotz glaube ich, dass wir verdient gewonnen haben. Wir hatten uns in dieser Woche einiges vorgenommen. Wir haben auch Standards und Flanken trainiert und mit zwei solchen Toren die Arbeit im Training auf dem Platz gezeigt. Ich glaube, dass jeder Spieler von der ersten bis zur letzten Minute alles gegeben hat, wir gekämpft haben. Ich weiß noch, dass Olivier (Deman, d. Red.) noch einen richtig wichtigen Ball kurz vor der Linie geblockt hat. Da hat man gesehen, dass jeder eine positive Körpersprache hatte, sich jeder gepusht hat in jeder Situation und genauso müssen wir auch in die letzten beiden Spiele gehen. Klar haben wir nicht die Punkte, die wir uns erhofft haben. Aber wir schauen nach oben, nicht nach unten.“
Clemens Fritz (Leiter Profifußball beim SV Werder Bremen): „Die Erleichterung ist natürlich da, ganz klar. Wir waren heute von der ersten Minute an als Mannschaft auf dem Platz, haben uns gegenseitig unterstützt und immer wieder unsere Chancen nach vorne gesucht. Wir hatten heute den Glauben an uns, die Jungs haben sich über die 90 Minuten gepusht – so muss das sein. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein hochverdienter Sieg.“
Anthony Jung (Werder-Verteidiger): „Wir wussten, was vom Charakter der Augsburger Mannschaft auf uns zukommt. Wir haben versucht, mit den gleichen Mitteln dagegenzuhalten und griffig in den Zweikämpfen zu sein. Darüber hinaus wollten wir natürlich im Spiel mit dem Ball nach vorne etwas kreieren. Siege tun immer gut, gerade nach dem Rückschritt gegen Stuttgart. Ich denke, das war jetzt wieder ein Schritt in die richtige Richtung, auf dem wir aufbauen können. Ich denke aber, dass der Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Wir wollen zu Hause etwas kreieren, vielleicht so eine Art Bollwerk schaffen. Das ist uns heute gelungen.“
Jess Thorup (Trainer FC Augsburg): „Das war heute nicht unser Tag. Obwohl ich nach den ersten 20 Minuten das Gefühl hatte, nachdem wir nicht gut ins Spiel reingekommen sind und zu viele Zweikämpfe und zweite Bälle verloren haben, dass wir besser ins Spiel kommen. Wir haben das Spiel dann kontrolliert, hatten eine Riesenchance nach dem Fehler des gegnerischen Torwarts, machen das Tor aber nicht. Das war für mich der Wendepunkt. Und am Ende haben wir leider 2:0 verloren. Natürlich bin ich enttäuscht, aber so ist das.
“Mit Material von Sky