Trotz Engpass in Wolfsburg
Bank statt Startelf: Wo Werder-Talent Covic noch zulegen muss
Obwohl Werder Bremen in Wolfsburg zahlreiche Spieler fehlen, dürfte Patrice Covic zunächst auf der Bank sitzen. Trainer Daniel Thioune erklärt, warum.
Bremen – Die Gelegenheit ist günstig. Eigentlich. Jens Stage fehlt im Mittelfeld des SV Werder Bremen wegen einer Gelbsperre, Senne Lynen steht wegen Adduktorenproblemen nicht zur Verfügung. Da könnte beim Auswärtsspiel gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) theoretisch die große Stunde von Patrice Covic schlagen, der vor knapp zwei Wochen sein erstes Bundesligator erzielt hat. Chefcoach Daniel Thioune lässt aber bereits durchblicken, dass der 18-Jährige zunächst auf der Bank sitzen wird – und erklärt, was ihm noch fehlt.
Daniel Thioune lobt Patrice Covic – und erklärt, was dem Talent vom SV Werder Bremen noch fehlt
„Sicherlich ist es nicht die Reife – darauf könnte ich es relativ einfach reduzieren bei einem 18-Jährigen, der in diesem Setting vielleicht nichts zu suchen hat. Aber das wäre völliger Quatsch“, sagt Thioune. „Gerade wenn man ein junger Profifußballer ist, dann ist man unbekümmert und kann in solch einer Partie zeigen, wie gut man ist.“ Bevor er zum großen Aber kommt, lobt der 51-jährige Trainer des SV Werder Bremen noch: „Die Eindrücke aus den letzten Wochen sind, dass Patrice eine große Zukunft vor sich hat, weil er ein guter Fußballer ist und eine hohe Qualität im Torabschluss sowie Passspiel besitzt.“ Doch es seien eben auch noch Defizite bei Patrice Covic vorhanden. „Was ihm vielleicht noch etwas abgeht, ist das Energetische offensiv wie defensiv im Zweikampfverhalten und die Robustheit. Das Schöne ist aber, dass es Dinge sind, die wir ihm beibringen können und die er lernen kann.“
Kein Startelf-Einsatz für Patrice Covic gegen Wolfsburg? Werder Bremens Daniel Thioune erklärt Andeutung
Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund für die zu erwartende Jokerrolle des kroatischen Junioren-Nationalspielers. „Cameron Puertas hat seine Qualitäten nachgewiesen, Leonardo Bittencourt war in Berlin ein maßgeblicher Faktor, dass wir mit 4:1 gewonnen haben“, meint Thioune und stattet die beiden wesentlich erfahreneren Werder-Profis quasi mit einer Startelf-Garantie für das Duell beim VfL Wolfsburg aus. „Dann muss ich sehen, wie ich das Zentrum weiter bestücke oder ob ich es bei den beiden belasse, denn ich brauche im Spiel auch noch Handlungsoptionen.“ Und davon gibt es neben Patrice Covic im Grunde keine mehr, da Romano Schmid zusätzlich in der Offensive gesetzt ist. Was für den Youngster des SV Werder Bremen aber auch bedeutet: „Aufgrund der Ausfälle ist es sehr wahrscheinlich, dass er wieder Minuten sammeln wird“, prognostiziert Daniel Thioune. (mbü)
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