Werder-Profis in der Einzelkritik
Werder in Noten gegen Wolfsburg: Mio Backhaus überragend - Justin Njinmah erst unglücklich, dann eiskalt
Der SV Werder Bremen gewinnt das Bundesliga-Spiel beim VfL Wolfsburg mit 1:0 (0:0). DIe Werder-Profis in der Einzelkritik mit Noten!
Mio Backhaus: Werders bester Mann. Der Schlussmann parierte gleich mehrfach glänzend. Besonders stark seine schnelle Reaktion beim Abschluss von Lindström, den er noch entscheidend an die Latte lenkte. Dazu mehrfach bei Flanken und Ecken aufmerksam auf dem Posten. Note 1,5
Yukinari Sugawara: Unauffällige Partie des Japaners, der sich offensiv – bis auf einen Abschluss – größtenteils zurückhielt, defensiv dafür aber wenig über seine Seite zuließ. Note 3,5
Niklas Stark (bis 61.): Rückte zurück in die Innenverteidigung und brachte merklich Stabilität in die Abwehrkette. Im Zweikampf gewohnt robust und mit gutem Timing. Verletzte sich dann jedoch im Sprintduell mit Amoura vor dessen Großchance und musste anschließend angeschlagen den Platz verlassen. Note 2,5
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Werder Bremen in Noten gegen den VfL Wolfsburg: Kapitän Marco Friedl geht voran - und zeigt eine tadellose Leistung
Marco Friedl: Der Kapitän ging voran, ordnete sein Team defensiv mehr als ordentlich und war mehrfach in letzter Sekunde zur Stelle. In seinem Passspiel bei langen Bällen jedoch einige Male ausbaufähig. Dennoch defensiv mit tadelloser Leistung. Note 2
Olivier Deman: Agierte sehr aufmerksam auf seiner linken Defensivseite. Schaltete sich auch immer wieder in die Offensive ein, fand mit seinen Flanken jedoch kaum Abnehmer. Zögerte bei seinem Abschluss aus guter Position zu lange (78.). Note 3,5
Leonardo Bittencourt (bis 90+5): Der Routinier stand zum 300. Mal in der Bundesliga auf dem Platz. Warf sich vorbildlich in die Zweikämpfe, konnte dem Bremer Spiel zunächst jedoch nicht die nötige Struktur verleihen. Steigerte sich nach der Pause spürbar, hatte mehr Ballkontakte und leitete mit einem tiefen Pass die Werder-Führung ein. Note 2,5
Cameron Puertas: Setzte einen Freistoß aus aussichtsreicher Position etwas zu ungenau (12.). Ansonsten vor der Abwehr viel unterwegs, im Spiel mit dem Ball jedoch kaum mit kreativen Ideen. Insgesamt dennoch ein engagierter und fleißiger Auftritt. Note 3
Werder Bremen in Noten gegen den VfL Wolfsburg: Samuel Mbangula mit einem blassen Auftritt
Samuel Mbangula (bis 61.): Der Belgier kehrte nach einmonatiger Verletzungspause in die Startelf zurück. Auf dem linken Flügel mit vielen Defensivaufgaben betraut, offensiv daher mit wenig Durchschlagskraft. Trat nach der Pause gar nicht mehr in Erscheinung. Insgesamt ein blasser Auftritt. Note 4,5
Marco Grüll: Der Österreicher begann auf dem rechten Flügel und zog in der Anfangsphase mehrere clevere Fouls. Ackerte viel, blieb offensiv aber ohne entscheidende Aktionen. Speziell seine Hereingaben waren mehrfach zu ungenau. Arbeitete dafür unermüdlich gegen den Ball. Note 3,5
Romano Schmid: Stürmte neben Njinmah in einer Doppelspitze, konnte in der ersten Hälfte jedoch kaum Akzente setzen und vertändelte mehrfach den Ball. Hatte bei vielen langen Bällen gegen die großgewachsene VfL-Defensive einen schweren Stand. Obwohl ihm nicht viel gelingen wollte, war der Österreicher dennoch gewohnt umtriebig unterwegs. Note 3,5
Werder Bremen in Noten gegen den VfL Wolfsburg: Justin Njinmah fehlt häufig die richtige Entscheidungsfindung
Justin Njinmah (bis 84.): Sollte mit seinem Tempo Räume in Kontersituationen öffnen, was ihm phasenweise gelang. Häufig fehlte es dann jedoch an der richtigen Entscheidungsfindung. Lange Zeit unauffällig, erzielte dann aber per abgefälschtem Linksschuss den Treffer des Tages (68.). Daher: Note 3
Felix Agu (ab 61.): Kam für Mbangula in die Partie, übernahm die linke offensive Außenbahn und legte kurze Zeit später den Führungstreffer von Njinmah mit einer abgefälschten Hereingabe auf. Note -
Karim Coulibaly (ab 61.): Ersetzte den verletzten Stark in der Innenverteidigung und gab damit sein Comeback nach über einem Monat Verletzungspause. Fügte sich nahtlos in die insgesamt stabile Defensivleistung ein. Note -
Salim Musah (ab 84.): Der Youngster erhielt den Vorzug vor Topp und ersetzte Njinmah in der Schlussphase. Der gebürtige Oldenburger kam damit zu seinem zweiten Bundesligaeinsatz und provozierte in der Nachspielzeit den Platzverweis gegen VfL-Verteidiger Moritz Jens. Note –
Mick Schmetgens (ab 90+5): Der junge Innenverteidiger erlebte den Schlusspfiff noch mit auf dem Platz. Note -
Weiter mit der Werder-Aufstellung:
Werder-Bremen-Aufstellung gegen VfL Wolfsburg: Daniel Thioune muss Bremer Startelf umbauen – wer ersetzt jens Stage?
Welche Startelf schickt Trainer Daniel Thioune gegen den VfL Wolfsburg auf den Rasen? So könnte die Aufstellung des SV Werder Bremen heute aussehen!
Update vom 21. März (14.20 Uhr): Jetzt ist die Startelf da - Niklas Stark und Samuel Mbangula spielen von Beginn an! Die komplette Aufstellung lest ihr hier im Liveticker zur Partie Werder Bremen gegen VfL Wolfsburg!
Gleich mehrfach legten sich Romano Schmid und Patrice Covic im Abschlusstraining die Tore mustergültig auf. „Das ist Weltklasse, Patrice“, lobte Schmid nach einer weiteren starken Kombination. Ob die beiden Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen allerdings auch im immens wichtigen Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg am Samstagnachmittag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) gemeinsam in der Startelf stehen werden, ist fraglich. Cheftrainer Daniel Thioune deutete auf der Pressekonferenz am Donnerstag bereits an, dass Covic womöglich zunächst auf der Bank Platz nehmen wird, da ihm aufgrund der Verletzung von Senne Lynen (Adduktorenprobleme) und der Gelbsperre von Jens Stage ansonsten kaum noch Optionen für die Zentrale im weiteren Spielverlauf bleiben würden.
Werder Bremen-Aufstellung gegen VfL Wolfsburg: Karim Coulibaly wieder in der Startelf?
Allgemein läuft Werder Bremen vor der Begegnung mit dem VfL Wolfsburg personell auf der „letzten Felge“, wie es Daniel Thioune formulierte – der Bremer Übungsleiter muss gleich auf zehn Akteure auf der Reise nach Niedersachsen verzichten. Zu den bereits länger bekannten Ausfällen gesellte sich am Freitag auch noch Ersatztorwart Karl Hein hinzu, nachdem sich der estnische Nationalkeeper im nicht öffentlichen Training am Donnerstag an der Hand verletzt hatte. Für ihn wird Markus Kolke, Werders etatmäßiger dritter Schlussmann, am Wochenende bereits zum vierten Mal in dieser Spielzeit auf der Bank Platz nehmen. Das Tor in der Bremer Aufstellung wird wie gewohnt Mio Backhaus hüten.
Spannend wird zudem, wie die Besetzung in der Innenverteidigung aussieht. Karim Coulibaly und Niklas Stark, die beide in der Vorwoche noch nicht zur Verfügung standen, nahmen am Freitag regulär am Abschlusstraining des SV Werder Bremen teil. Stark, der die gesamte Saison über hartnäckige Hüftprobleme mit sich herumschleppt, dürfte dabei möglicherweise noch nicht ganz so weit sein wie Coulibaly, der bereits seit anderthalb Wochen nach seiner Oberschenkelverletzung wieder im Mannschaftstraining ist. Als weitere Alternative für die Bremer Startelf gegen den VfL Wolfsburg käme an der Seite von Kapitän Marco Friedl ansonsten nur noch Youngster Mick Schmetgens infrage, zu dem Daniel Thioune sagte: „Er hat jetzt eine Rolle, die von der Kaderzusammenstellung her nicht abzusehen war. Er ist ein guter Spieler, der demütig ist. Ich glaube, das ist sehr wichtig, um weit zu kommen.“
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen VfL Wolfsburg: Wer ersetzt Jens Stage und Senne Lynen?
Die beiden defensiven Außenbahnen in der Aufstellung des SV Werder Bremen dürften wie in den Vorwochen von Olivier Deman (links) und Yukinari Sugawara (rechts) besetzt werden. Das zentrale Mittelfeld wird nach den Ausfällen von Stage und Lynen voraussichtlich mit Cameron Puertas und Leonardo Bittencourt gebildet. Eine Reihe weiter vorne ist Romano Schmid ohnehin in der Startelf gesetzt. Im Angriff deutet vieles darauf hin, dass Marco Grüll, Justin Njinmah und Samuel Mbangula von Beginn an gegen den VfL Wolfsburg stürmen dürfen. Keke Topp würde damit nach zwei zuletzt ziemlich glücklosen Startelf-Einsätzen zunächst auf der Bank Platz nehmen. (bvo)
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