Königstransfer nur Joker
„Das kann er besser“: Steffen erklärt geringe Einsatzzeit von Werder-Profi Mbangula
Samuel Mbangula kam bei Werder Bremen zuletzt kaum zum Zug. Vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt erklärt Horst Steffen, was ihm noch fehlt.
Bremen – Als beim Mittwochnachmittagstraining der Ersatzspieler plötzlich Samuel Mbangula sich ein Herz fasste und nach einer energischen Balleroberung den Torabschluss suchte, gab es umgehend positives Feedback von Cheftrainer Horst Steffen. „Ja, genau so!“, rief der Trainer des SV Werder Bremen lautstark über den Platz und ermutigte seinen Schützling anschließend zu mehr solcher Aktionen. Es war eine Szene, die recht bezeichnend dafür steht, dass die Bremer den zweitteuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte trotz zuletzt wenig Spielzeit inklusive Leistungsdelle nicht abgeschrieben haben, von ihm aber eben auch eine Steigerung und mehr Überzeugung erwarten.
Horst Steffen erklärt geringe Spielzeit von Samuel Mbangula bei Werder Bremen – und stellt klare Forderung
„Es waren Spiele, die dazu geführt haben, dass er eben nicht mehr von Beginn an gespielt hat. Zum Teil auch Einwechslungen, wo ich sage: Das kann er besser“, machte Horst Steffen auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt (Freitag, 20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) deutlich. Gleichzeitig betonte der Übungsleiter: „Trotzdem hat er auch gegen Wolfsburg das entscheidende Tor gemacht. Diese Fähigkeiten, die er hat, die will ich aber noch häufiger sehen.“ Dabei geht es laut des 56-Jährigen vor allem um das Thema Entschlossenheit, sowohl in den Trainingseinheiten als auch „in den Spielminuten, die er dann bekommt“, so Steffen. Davon gab es zuletzt allerdings nicht mehr wirklich viele. Bis auf die Partie zuhause gegen den VfB Stuttgart (0:4) kam Samuel Mbangula in den vergangenen sieben Spielen fünfmal nur von der Bank, zudem fehlte er in Augsburg verletzungsbedingt.
Seinen starken Saisonstart mit drei Toren und drei Vorlagen aus den ersten zehn Partien konnte der 21-Jährige nicht fortsetzen. Stattdessen waren Horst Steffen und sein Trainerteam, wie zu hören war, speziell mit den Auftritten in Mainz sowie nach seiner Einwechslung gegen Köln alles andere als zufrieden mit Samuel Mbangula. „Was für Fähigkeiten er hat, haben wir schon ansatzweise gesehen, aber ich will es dauerhaft sehen. Das muss er konstant abrufen. Das ist der Auftrag an ihn“, unterstrich Steffen. Dabei gehe es nicht nur um das Offensivspiel, sondern auch um die Rückwärtsbewegung. „In der Defensive darf er auch mitarbeiten, das gilt aber für alle Offensiven“, sagte der Coach des SV Werder Bremen und zog einen prominenten Vergleich heran: „Ein Harry Kane verteidigt auch immer am eigenen Sechzehner mit.“
So sehen Fans das Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt live im TV und Livestream!
Horst Steffen über Position von Samuel Mbangula – und wo sich der Königstransfer des SV Werder Bremen steigern muss
Samuel Mbangula darf sich also gerne vom Bayern-Star etwas abschauen, auch wenn die grundlegende Positionierung auf dem Feld natürlich eine andere ist. Kam der Belgier bislang vermehrt über den linken Flügel, so ist es auch vorstellbar, dass er künftig häufiger im Zentrum agiert – eine Rolle, die ihm laut Horst Steffen ebenfalls liegt. „Er hat in der Jugend auf der Zehn gespielt, und das war auch in den Gesprächen so, dass klar wurde, dass er sich im Zentrum sehr wohlfühlt.“ Dort agiert bei Werder Bremen bekanntlich Romano Schmid, der trotz des aktuellen Leistungslochs weiterhin gesetzt ist. Im neu geschaffenen 5-2-3-System bestand für Mbangula zuletzt daher nur wenig Bedarf – und wenn, dann weiterhin über die Außenbahn. „Trotz der veränderten Grundordnung, die wir haben, hat er mehrere Positionen, die er spielen kann und auf denen er sich wohlfühlt“, betonte Steffen. (bvo)
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