Werder-Transfer-News

Unter Beobachtung: Karim Coulibalys Aufstieg bei Werder wird auch im Ausland mit Interesse verfolgt

Werder Bremens Karim Coulibaly ist mit gerade einmal 18 Jahren Stammspieler in der Bundesliga - und weckt das Interesse zahlreicher Clubs. Ein Premier-League-Club beobachtete das Abwehr-Talent im Weserstadion.

Bremen – Acht Spieltage sind in der Bundesliga absolviert. Erst acht, möchte man sagen. Doch es ist ein Zeitraum, der genügte, um den Namen Karim Coulibaly schlagartig bekannter zu machen. Der 18-jährige Verteidiger des SV Werder Bremen ist aktuell Stammspieler und agiert dabei keineswegs so, als wenn die Bundesliga fußballerisch völliges Neuland für ihn wäre. Nicht ohne Grund erklärte Abwehrkollege Amos Pieper zuletzt beeindruckt: „Karim ist in seinem Alter schon sehr zuverlässig. Das ist nicht selbstverständlich.“ Derartige Qualitäten werden nicht nur am Osterdeich geschätzt, sondern auch anderswo. Im Ausland zum Beispiel. Als Werder zuletzt mit 1:0 gegen Union Berlin gewann, hatte sich nicht nur Coulibalys Vater auf der Tribüne des Weserstadions eingefunden, sondern wie die „Bild“ zuerst berichtete auch Berater Nochi Hamazor und ein gewisser Anri Kaca. Der ist Scout beim englischen Premier-League-Verein FC Burnley, was deutlich dokumentiert, wie besonders die Entwicklung von Karim Coulibaly aktuell ist. Denn bei vielen Clubs steht der junge Bremer mittlerweile in den Notizbüchern.

Karim Coulibaly spielt sich mit seinen abgeklärten Leistungen beim SV Werder Bremen in den Fokus internationaler Clubs.

Transfer? Premier-League-Club FC Burnley beobachtet Werder Bremens Karim Coulibaly live im Weserstadion

Als Werder Bremen den damals 16-jährigen Coulibaly im Mai 2024 vom Hamburger SV losgeeist und sich dabei gegen namhafte Konkurrenz aus Spanien (FC Sevilla) oder Italien (Inter Mailand) durchgesetzt hatte, blieb im Nachgang vor allem erst einmal die Anreise des Junioren-Nationalspielers im Gedächtnis. Mit einem Helikopter war das Talent seinerzeit zur Vertragsunterschrift eingeflogen, was in einem kleinen Filmchen festgehalten worden war und hinterher für reichlich Wirbel und Kritik gesorgt hatte – weniger an Karim Coulibaly selbst, sondern eher an dessen Beraterteam, das hinter der Inszenierung steckte. Bei allem Drumherum: Aus heutiger Sicht erweckt es den Anschein, als wenn dieser Transfer womöglich einer der wichtigsten der jüngeren Vergangenheit des Clubs war. Weil er irgendwann die Millionensummen bescheren könnte, die der SVW dringend benötigt und zuletzt mit den bisherigen Leistungsträgern des Teams nicht generieren konnte.

Sportlich reifte der 1,91 Meter große Akteur in der U19 im Eiltempo heran und schaffte anschließend den fließenden Übergang in den Herrenbereich. Es sagt viel über die Klasse des Linksfußes aus, wenn Chefcoach Horst Steffen wie kürzlich festhält: „Ich war eher überrascht, dass er in den ersten ein, zwei Spielen doch noch ein paar Unsicherheiten hatte, die ich vorher so nicht bei ihm gesehen hatte.“ Zuletzt nach dem Union-Spiel lobte Peter Niemeyer als Werder Bremens Leiter Profifußball: „Er hat früh eine Gelbe Karte bekommen, stand dennoch seinen Mann. Das fühlte sich sehr gut an.“

Der Marktwert des Youngsters ist im Eiltempo nach oben geschnellt, das Branchenportal „transfermarkt.de“ schraubte den Betrag zuletzt auf acht Millionen Euro empor – Tendenz: steigend. Sollte sich Karim Coulibaly nicht verletzen oder eine für sein Alter völlig verständliche Leistungsdelle erleben, wird er künftig noch mehr im Fokus der nationalen und internationalen Konkurrenz stehen. Da ist ein Besuch wie aus Burnley nur der Anfang. Clemens Fritz, Werder Bremens Fußball-Chef, kennt das Geschäft nur zu gut und bricht deshalb nach dem Scout-Gastspiel auch nicht in Panik aus. „Uns macht das ganz und gar nicht nervös“, betont er im Gespräch mit der DeichStube. „Es ist eher ein Kompliment für seine und unsere Arbeit, die wir hier machen.“

Millionenschwerer Transfer? Werder Bremen-Youngster Karim Coulibaly weckt Interesse aus Italien, England und Portugal

Im vergangenen Sommer ist Karim Coulibaly mit seinem ersten Profivertrag ausgestattet worden. Geht es nach den vereinbarten Statuten, dann wird Werder Bremen noch bis zum Jahr 2029 Spaß am Innenverteidiger haben. Eine Ausstiegsklausel ist nach Informationen der DeichStube nicht im Papier vorhanden. Was wiederum bedeutet, dass ein interessierter Club, von denen es einige aus Italien, Portugal und eben England geben soll, das Portemonnaie schon sehr weit öffnen müsste, um den Bremern einen Verkauf schmackhaft zu machen. Aus aktueller Perspektive klingt das nach einer attraktiven Win-win-Situation für Werder, das entweder langfristig sportlich oder frühzeitig wirtschaftlich profitieren könnte. „Wir schätzen ihn sehr, freuen uns, dass er derart gut in der Bundesliga angekommen ist und sind froh, dass er einen langfristigen Vertrag bei uns besitzt“, sagt denn auch Clemens Fritz, der sich mit einem Verkauf aktuell überhaupt nicht befasst. „Es sind gerade einmal acht Spieltage absolviert, mit Transfer-Themen beschäftigen wir uns daher nicht“, bekräftigt er. „Offizielle Anfragen für ihn gab es auch keine.“ (mbü)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ayman Alahmed

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