Werder-Transfer-News
Gefährliche Kader-Wette: Schlägt der SV Werder Bremen im Transfer-Endspurt noch zu oder nicht?
Der SV Werder Bremen könnte dringend Verstärkung gebrauchen. Wie die Bremer in Bezug auf Transfers planen und was dabei eine Rolle spielt.
Bremen – Die Uhr tickt. Unerbittlich. Zunächst einmal wegen des sich schließenden Winter-Transferfensters. Aber auch, weil der SV Werder Bremen in der Bundesliga dringend die Kurve kriegen muss. Zu groß ist die Abstiegsgefahr am Osterdeich inzwischen. Bis kommenden Montag um 20 Uhr kann personell noch nachgebessert werden, dann ist die letzte Gelegenheit in dieser Saison vorbei, neue Kräfte in den Kader zu implementieren. Ob sich Werders Verantwortliche diese Chance wirklich entgehen und anschließend etwaiger Kritik wegen weiterer ausbleibender Verstärkungen aussetzen wollen? Fragen, die sich nicht so einfach beantworten lassen, denn der Wille ist in der Hansestadt traditionell ganz entscheidend vom Faktor Geld abhängig. Und davon gibt es bekanntlich nicht so viel. Ob Risiken nicht nur notwendig sind, sondern auch tatsächlich eingegangen werden, wird deshalb ungeachtet der sportlichen Talfahrt weiter genauestens abgewogen.
Tätigt der SV Werder Bremen im Winter noch Transfers? Clemens Fritz gibt einen Einblick in die Überlegungen
„Wir schauen uns um, aber es muss ja auch Sinn ergeben“, sagt Clemens Fritz als Geschäftsführer Fußball des SV Werder Bremen einmal mehr, der damit einen zentralen Punkt anbringt. Es nützt der Mannschaft schließlich wenig, irgendeinen weiteren Akteur im Kader zu haben, der bloß die Gruppe bis zum Saisonende vergrößert. Werder benötigt vielmehr einen Profi, der Garantien mitbringt und die Erfolgsaussichten spürbar erhöht. Jemand, der nicht nur mitschwimmt, sondern vorangeht. „Es bringt nichts, wenn ein neuer Spieler kommt und dann auf der Bank sitzt“, betont auch Fritz.
Das Problem: Wer Verlässlichkeiten kaufen oder leihen möchte, muss dafür in der Regel tief in die Tasche greifen. „Den Stürmer, der uns Tore garantiert, können wir leider nicht bezahlen“, sagt der Ehrenspielführer des SV Werder Bremen und tut deshalb das, was in solchen Fällen immer gern getan wird: auf die eigentliche Klasse der vorhandenen Akteure verweisen. „Wir haben Spieler, die in ihrem Leben schon Tore geschossen haben und das auch wieder tun können.“ Bei den meisten ist das allerdings schon eine Weile her, in fünf der vergangenen sechs Partien sind die Bremer torlos geblieben. Genau deshalb steckt der SVW im aktuellen Dilemma. Was das Warten auf Besserung zu einer gefährlichen Wette macht. Spätestens am Montagabend steht fest, mit welchem Einsatz Werder diese abschließt. (mbü)
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