Werder-Einzelkritik
Werder Bremen in Noten gegen Gladbach: Sugawara schwach, Mbangula auffällig
Der SV Werder Bremen hat im wichtigen Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:0) gespielt. Die Spieler in der Einzelkritik mit Noten.
Mio Backhaus: Werders Nummer eins blieb über eine Stunde nahezu beschäftigungslos und war dann beim 0:1 aus kurzer Distanz chancenlos. Versuchte angesichts der Gladbacher Harmlosigkeit ansonsten, von hinten seine Vordermänner anzutreiben und nach vorne zu pushen. Hielt die Bremer in der Nachspielzeit mit einem starken Reflex gegen Machino im Spiel. Note: 3
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Werder Bremen in Noten gegen Borussia Mönchengladbach: Yukinari Sugawara schwach
Yukinari Sugawara (bis 64.): Der Japaner war im ersten Durchgang kaum ins Spiel eingebunden, da Werder den Großteil seiner Angriffe über die linke Seite vortrug. Fasste sich kurz nach dem Seitenwechsel ein Herz und prüfte Gladbach-Torwart Nicolas mit einem strammen Abschluss (48.). Insgesamt jedoch ein sehr unauffälliger Auftritt des Rechtsverteidigers, der folgerichtig nach einer Stunde durch Grüll ersetzt wurde. Note: 5
Julian Malatini (bis 75.): Der Argentinier kam zu seinem dritten Startelfeinsatz in Serie. Konzentrierte sich dabei vermehrt auf seine Defensivaufgaben und hielt sich im Spielaufbau überwiegend zurück – leistete sich dennoch ein, zwei üble Fehler. Über weite Strecken defensiv solide, beim Führungstreffer jedoch zu spät gegen Tabakovic. Note: 4,5
Marco Friedl: Der Kapitän kehrte nach seiner Gelbsperre ins Team zurück und trug entscheidend dazu bei, dass Werder lange Zeit defensiv kaum etwas zuließ. Versuchte es im Spielaufbau häufiger mit langen Bällen, die allerdings meist zu kurz gerieten. Beim Gegentreffer eine Spur zu weit aufgerückt. Note: 3,5
Karim Coulibaly: Im Defensivzweikampf gewohnt resolut, dafür mit einigen Unsicherheiten im Passspiel. Setzte einen Kopfball nach einer Ecke knapp am zweiten Pfosten vorbei (49.). Offenbarte vor der Gäste-Führung jedoch Tempodefizite, als ihm Honorat zu leicht entwischte. Note: 4,5
Olivier Deman: Wurde zu Beginn häufig mit langen Bällen in die Tiefe geschickt, konnte daraus allerdings nur wenig Kapital schlagen. Schaltete sich dennoch immer wieder in die Offensive ein, seine Flanken waren jedoch zumeist zu ungenau. Defensiv hielt er seine linke Seite überwiegend dicht. In der Schlussphase noch mit der großen Ausgleichschance, doch Nicolas parierte glänzend. Note: 4
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Samuel Mbangula auffälligster Bremer: Werder Bremen in Noten gegen Borussia Mönchengladbach
Senne Lynen: Sammelte gewohnt viele Ballkontakte und war sichtlich um Ordnung und Struktur bemüht. Dieses Mal wollte ihm das jedoch nicht wirklich gelingen, der Belgier hatte ungewohnt viele einfache Ballverluste in seinem Spiel. Scheiterte mit einem Distanzschuss am Außenpfosten (84.). Note: 4,5
Jens Stage: Spulte viele Meter ab und versuchte, mit seiner positiven Körpersprache voranzugehen. Provozierte mit seinem Gegenpressing die Gelbe Karte gegen Gladbach-Kapitän Reitz (44.). Schaltete sich zwar häufig in den Strafraum ein, konnte sich dort jedoch kaum durchsetzen oder für Torgefahr sorgen. Note: 4,5
Romano Schmid: War im ersten Durchgang bemüht, offensive Akzente zu setzen, wirklich entscheidende Impulse wollten ihm jedoch nicht gelingen. Das fehlende Selbstverständnis war ihm in nahezu allen Aktionen anzumerken – so ist er nicht der dringend benötigte Unterschiedsspieler. Note: 4,5
Samuel Mbangula: Der Belgier durfte erstmals seit Mitte Dezember wieder von Beginn an ran. Bereitete mit einem beherzten Antritt nach einem Konter Njinmahs Chance vor (20.). Ihm war der Wille anzumerken, offensiv den Unterschied auszumachen, auch wenn nicht jede Aktion gelang. Trotzdem noch der auffälligste Bremer. Note: 3,5
Offensive und Joker ohne großen Input – dann trifft Keke Topp: Werder Bremen in Noten gegen Borussia Mönchengladbach
Justin Njinmah (bis 64.): Zunächst kaum ins Spiel eingebunden, verpasste dann aus spitzem Winkel mit einem zu unplatzierten Abschluss die Führung (20.). Wurde vor der Pause mehrfach mit langen Bällen gesucht, bei seinen Tiefenläufen jedoch zu häufig von den Mitspielern allein gelassen. Strahlte insgesamt zu wenig Torgefahr aus. Note: 5
Marco Grüll (ab 64.): Sollte auf der rechten Außenbahn für mehr Offensivakzente sorgen. Rückte nach Schmidts Einwechslung weiter nach vorne, rieb sich in vielen Zweikämpfen auf, blieb bis auf einen Kopfball (81.) jedoch ohne echte Gefahr. Note: –
Jovan Milosevic (ab 64.): Ersetzte Njinmah nach etwas mehr als einer Stunde in der Sturmspitze. Die Stuttgart-Leihgabe hatte allerdings kaum mehr entscheidende Ballkontakte. Note: –
Isaac Schmidt (ab 75.): Feierte sein Comeback nach seiner Gehirnerschütterung und übernahm die Position des Rechtsverteidigers in der Viererkette. Setzte einen Abschluss aus vielversprechender Ausgangssituation zu mittig auf Torwart Nicolas. Note: –
Keke Topp (ab 89.): Kam und erzielte per herrlichem Linksschuss in der Nachspielzeit den umjubelten Ausgleichstreffer. Note: -
Weiter mit der Startelf:
Samuel Mbangula zurück in der Startelf! So sieht die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Gladbach aus
Die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach: So könnte die Startelf von Trainer Horst Steffen am 20. Spieltag aussehen.
Update (31. Januar 2026, 14.20 Uhr: Jetzt ist die Startelf da - Samuel Mbangula beginnt mal wieder, Jovan Milosevic sitzt auf der Bank: Die komplette Aufstellung lest ihr hier im Liveticker zur Partie zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach!
Die Prämisse klingt ganz einfach: „Wir hatten im Laufe der Saison erst eine Viererkette, waren aber pragmatisch und haben dann auf Dreierkette umgestellt. Es geht immer darum, aus den Möglichkeiten das Beste rauszuholen“, sagt Horst Steffen vor dem so wichtigen Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker). Der Trainer des SV Werder Bremen muss bei diesem Unterfangen einige personelle Probleme händeln. Zwar kehrt Abwehrchef Marco Friedl nach abgebrummter Gelbsperre zurück in die Startelf, doch ansonsten gibt es einige Sorgen die Aufstellung betreffend. Innenverteidiger Amos Pieper (Risswunde am Knie) fällte ebenso aus wie Niklas Stark (Hüftbeschwerden) und Maximilian Wöber (muskuläre Probleme), das Mitwirken von Isaac Schmidt (Gehirnerschütterung) und Felix Agu (Trainingsrückstand nach Syndesmoseblessur) ist fraglich. Durch diese Not wäre eine Rückkehr zum Vierergespann vor Torhüter Mio Backhaus theoretisch möglich – aber ist sie auch realistisch?
Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Mönchengladbach: Startelf mit Dreier-/Fünferkette oder wieder Viererkette?
Zuletzt hatten sich Spieler und Coach des SV Werder Bremen ganz zufrieden mit dem Umbau zum Fünfergespann gezeigt, von einem angenehmeren Gefühl und besseren Abläufen auf dem Platz gesprochen. Somit würde es nicht verwundern, wenn auch gegen Gladbach (live im TV und Livestream) wieder in dieser Formation verteidigt wird. Neben Friedl würden dann Yukinari Sugawara, Julian Malatini, Karim Coulibaly und Olivier Deman mit dieser Aufgabe bedacht werden. Senne Lynen, der zuletzt in der hintersten Reihe aushalf, würde wieder in der Startelf-Aufstellung gegen Borussia Mönchengladbach auf die Sechserposition rücken und somit im Dunstkreis von Jens Stage agieren.
Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen Gladbach: Setzt Horst Steffen auf Samuel Mbangula?
In der Offensive des SV Werder Bremen empfahl sich zuletzt gegen Hoffenheim (0:2) kein Akteur so richtig für einen neuerlichen Einsatz von Beginn an, von seinem Profil her sollte Jovan Milosevic aber erneut ebenso beginnen wie vermutlich Romano Schmid, der trotz mitunter schwacher Darbietungen weiter ein hohes Vertrauen von Horst Stefen genießt. Dritter im Bunde war zuletzt Justin Njinmah, der gegen die TSG ebenfalls harmlos blieb, in den Begegnungen zuvor aber immerhin etwas Betrieb gemacht hatte. Dem 25-Jährigen droht die Bank, weil Zehn-Millionen-Mann Samuel Mbangula zuletzt nach seiner Einwechslung immerhin etwas Schwung brachte und seine unbestrittenen Qualitäten auch während des 4:0-Triumphes im Hinspiel gegen Borussia Mönchengladbach gezeigt hatte. Lediglich die bereits öffentlich vom Coach angeprangerten Defensiv-Defizite könnten einer Startelf-Rückkehr des Belgiers im Wege stehen. So oder so wünscht sich Steffen: „Wir wollen am liebsten eine Mannschaft auf dem Platz sehen, die flüssig kombiniert und attraktiven Fußball spielt.“ (mbü)
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