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Werder Bremen plant Sturm-Umbruch – wie geht es mit Milosevic weiter?
Vor allem im Angriff stehen beim SV Werder Bremen im Sommer viele Veränderungen an. Welche Rolle spielt Stuttgart-Leihgabe Jovan Milosevic dabei?
Offiziell verabschiedet wurde Jovan Milosevic beim letzten Heimspiel des SV Werder Bremen nicht – obwohl seine Leihe am 30. Juni endet. Hintergrund sind weiterhin laufende Gespräche mit dem VfB Stuttgart, bei dem der Angreifer noch bis 2029 unter Vertrag steht. Eine Kaufoption besitzen die Norddeutschen nicht, weshalb für eine mögliche Weiterbeschäftigung ein neues Vertragsmodell ausgearbeitet werden müsste. Und genau darin liegt offenbar eines der Probleme. Denn: Werder kann sich zwar grundsätzlich vorstellen, mit dem serbischen Stürmer weiterzumachen, eine erneute Leihe gilt dem Vernehmen nach allerdings nicht als bevorzugte Lösung der Verantwortlichen. Vielmehr dürfte es – wenn überhaupt – auf eine Leihe mit Kaufoption oder sogar einen festen Kauf hinauslaufen. „Jovan ist grundsätzlich ein Kandidat, mit dem wir uns weiter beschäftigen“, betont Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer auf Nachfrage der DeichStube, macht aber ebenfalls deutlich: „Gleichzeitig gibt es natürlich auch Alternativen. Wir müssen jetzt die Profile nebeneinanderlegen.“
Großer Sturm-Umbruch beim SV Werder Bremen: Mit Jovan Milosevic vom VfB Stuttgart?
Bedeutet: Jovan Milosevic ist längst nicht der einzige Kandidat für den Sturm, in dem bei Werder Bremen ein größerer Umbruch erfolgen soll. Schließlich fällt Keke Topp nach seinem Kreuzbandriss vermutlich noch bis in den Spätherbst aus, zudem endet die Leihe von Victor Boniface. Hinzu kommt, dass keiner der genannten Angreifer seine Qualitäten in der vergangenen Saison wirklich einbringen konnte. Die Mittelstürmerposition gilt deshalb als eine der größten Baustellen von Sportchef Clemens Fritz und Niemeyer in diesem Sommer. Einen ersten Neuzugang haben die Bremer bereits verpflichtet: Mit dem 19-jährigen Kenny Quetant kommt ein vielversprechendes Sturm-Talent aus Frankreich an den Osterdeich. Allerdings gilt er zunächst als Perspektivspieler. Wie sehr Quetant der Mannschaft schon in der kommenden Saison helfen kann, bleibt abzuwarten.
Bleibt Jovan Milosevic nach seiner Leihe beim SV Werder Bremen? So ist der Stand im Poker mit dem VfB Stuttgart
Und dann wäre da ja auch noch Salim Musah. Das 20-jährige Eigengewächs überzeugte bei seinen Einsätzen und erhielt in den letzten beiden Bundesliga-Partien sogar den Vorzug vor Jovan Milosevic. „Salim hat es im Training und später auch in den Spielen richtig gut gemacht. Deshalb fiel die Entscheidung am Ende pro Salim aus“, erklärt Niemeyer. Gleichzeitig betont der Ex-Profi aber auch, dass Milosevic’ hartnäckige Rückenverletzung – die dem Vernehmen nach deutlich schwerwiegender war als bislang öffentlich bekannt – den Stürmer im Saisonendspurt des SV Werder Bremen weiterhin beeinträchtigte. „Die Verletzung war schon schwer für ihn und hat ihn lange begleitet. Das war ein Punkt, warum er nicht mehr richtig in den Rhythmus gekommen ist.“
Ein Umstand, den die Verantwortlichen bei ihrer Entscheidung über eine mögliche Zukunft des Serben berücksichtigen. Denn zuvor wusste Jovan Milosevic durchaus zu überzeugen und erzielte in seinen ersten acht Spielen drei Treffer. Die finale Entscheidung darüber, ob neben den ebenfalls jungen Musah und Quetant auch Milosevic künftig zum Werder-Kader gehören soll, ist allerdings noch nicht gefallen. Lange dürfte sich die Hängepartie jedoch nicht mehr ziehen. Sowohl Werder Bremen als auch der Spieler und der VfB Stuttgart streben zeitnah Klarheit an. (bvo)
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