Nur noch sieben Spiele Zeit
Wichtig trotz Verletzungen: Werder bedauert Wöbers Seuchen-Saison – und ordnet Comeback-Plan ein
Maximilian Wöber hat noch kein Bundesliga-Spiel für Werder Bremen absolviert. Wie die Bremer das bewerten und wie es um ein Comeback steht.
Im vergangenen Sommer hätte der SV Werder Bremen Maximilian Wöber fest verpflichten können. Dass sich die Grün-Weißen letztlich aufgrund der langen Krankenakte des Österreichers nur für eine Leihe mit Kaufoption entschieden, dürften an der Weser rückblickend alle als gute Wahl verbuchen. Lediglich beim Erstrunden-Aus im DFB-Pokal hatte der Innenverteidiger in einem Pflichtspiel auf dem Platz stehen können, ehe ihn erst ein schwerer Muskelbündelriss ausbremste und dann – nach kurzzeitigem Kader-Comeback Ende Dezember in Augsburg – muskuläre Probleme. „Es ist sehr schade, dass die Leihe bislang für beide Seiten nicht so verlaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben“, bedauert Sportchef Clemens Fritz im Gespräch mit der DeichStube die für den 29-Jährigen verkorkste Saison.
Maximilian Wöber erlebt beim SV Werder Bremen eine Seuchen-Saison – so bewertet es Sportchef Clemens Fritz
Wichtig ist Maximilian Wöber abseits des Rampenlichts dennoch für den SV Werder Bremen. „Er ist ein erfahrener Spieler mit hoher Qualität, der zudem sehr meinungsstark ist“, schildert Fritz und lobt: „Trotz seiner Verletzung hat er alles darangesetzt, seine Erfahrung in die Mannschaft einzubringen.“ Dass er nicht nur an der Weser, sondern auch in der österreichischen Nationalmannschaft eine wichtige Rolle in der Kabine spielt, zeigte auch die jüngste Länderspielpause. Nicht umsonst hatte ihn Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick trotz der Blessur mit ins ÖFB-Camp genommen, das Wöber dann am Samstag aufgrund eines grippalen Infekts vorzeitig verließ. Nun wird die Leihgabe von Leeds United wieder in Bremen am Comeback arbeiten.
Werder Bremen hofft auf Comeback von Maximilian Wöber – warum eine Prognose schwierig ist
„Ich wünsche nicht nur uns, sondern auch ihm, dass er in dieser Saison noch einmal auf dem Platz steht“, sagt Fritz, während Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen RB Leipzig (Samstag/15.30 Uhr) trotz bestehender Hoffnung einordnet: „Wir sollten nicht den Fehler machen, jetzt zu sagen, dass er in der nächsten oder übernächsten Woche wieder dabei ist“ – zumal Maximilian Wöber auf eine Rückkehr ins Training erstmal „in irgendeiner Form reagieren“ werde. Dementsprechend schwierig sei es auch, ein Zeitfenster für das Comeback des Abwehrspielers zu benennen, wenngleich auch Thioune betont: „Es wäre natürlich cool, einen Spieler seines Formats und seiner Qualität nochmal auf den Trainingsplatz zu bekommen.“
Maximilian Wöber selbst hatte Anfang März noch darauf gehofft, nach der Länderspielpause „noch in fünf oder sechs Spielen alles für den Verein geben“ zu können. Dass ihm das bei nur noch sieben ausstehenden Partien und angesichts seiner langen Leidenszeit noch gelingt, erscheint mehr als fraglich. Dementsprechend unwahrscheinlich dürfte auch im anstehenden Sommer eine feste Verpflichtung durch den SV Werder Bremen sein. (tos/bvo)
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