Werder-Talent braucht Geduld

Zuletzt zweimal außen vor – weshalb Werder-Juwel Patrice Covic aktuell etwas Geduld braucht

Patrice Covic gilt als vielversprechendes Talent, zuletzt spielte der Youngster beim SV Werder Bremen aber nur eine Nebenrolle - warum Trainer Horst Steffen aktuell auf andere Spieler setzt!

Bremen – Als Patrice Covic unter der Woche in einer Zwei-gegen-Zwei-Übung gleich zweimal hintereinander den Ball etwas unglücklich vertändelte, nahm sich Kapitän Marco Friedl den Youngster kurz zur Seite und sprach ihm Mut zu. Wirklich die Chance, den Kopf hängen zu lassen, hatte das Mittelfeldjuwel des SV Werder Bremen dadurch gar nicht – Covic machte stattdessen unbeirrt weiter und wurde kurze Zeit später mit einem Torerfolg belohnt. Aktuell steht diese Szene sinnbildlich für die Situation des 18-Jährigen: Nach einem vielversprechenden Saisonstart mit sieben Einsätzen – zwei davon sogar in der Startelf – musste der variable Mittelfeldspieler zuletzt zweimal in Folge die komplette Spielzeit von der Bank aus zusehen.

Der SV Werder Bremen hält große Stücke auf Patrice Covic - aktuell braucht das Mittelfeldtalent allerdings Geduld.

Werder Bremens Horst Steffen über Patrice Covic: „Wir sehen seine Qualität, und es gibt bei ihm aktuell in keinster Weise einen Durchhänger“

„Er hat gegen Heidenheim ein ordentliches Spiel gemacht. Danach hat es in zwei Spielen für ihn nicht zu einer Einwechslung gereicht, was mir auch ein Stück weit leidtut“, sagte Cheftrainer Horst Steffen auf der Pressekonferenz vor dem Werder-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (Freitag, 20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) über die derzeitige Situation des gebürtigen Berliners. „Wir haben in den Partien zwar auch über ihn gesprochen, aber die Konkurrenzsituation ist eben groß.“ Momentan hat Steffen im Mittelfeld tatsächlich personell die Qual der Wahl – ein Umstand, der zuletzt nicht nur Patrice Covic, sondern auch Leonardo Bittencourt zur Zuschauerrolle zwang. Beim Youngster spielen in der weiteren Entwicklung aber auch noch andere Faktoren eine Rolle, wie Steffen andeutete, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen: „Es gab mit ihm einen Austausch, sodass ihm klar ist, was ich noch gerne von ihm sehen möchte“, erklärte der Coach des SV Werder Bremen. „Wir sehen aber seine Qualität, und es gibt bei ihm aktuell in keinster Weise einen Durchhänger.“

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In einem Mittelfeld mit gestandenen Profis wie Senne Lynen, Jens Stage, Romano Schmid oder Cameron Puertas, die momentan allesamt einsatzbereit sind, muss sich das Nachwuchstalent einfach etwas gedulden, wie Horst Steffen verdeutlichte: „Durch die Rückkehr einiger Spieler und die Formstärke anderer ist die Konkurrenzsituation so groß, dass es auch mal Spiele geben wird, in denen er nicht spielt – obwohl ich einen sehr guten Eindruck von ihm habe.“ Sorgen um die Entwicklung oder Zufriedenheit von Covic müsse man sich laut dem Trainer des SV Werder Bremen keine machen: „Ich habe das Gefühl, dass er es zwar doof findet, jetzt zweimal nicht gespielt zu haben, aber genau weiß, was ich von ihm halte und dass ich ihm vertraue.“ Das Motto für Patrice Covic lautet also dieser Tage – ähnlich wie auch im Training: weitermachen, an sich arbeiten und sich am Ende mit Einsatz und Geduld selbst belohnen. (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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