Nach Partygate
Boris Johnson: Ausgetanzt – ABBA erteilt Party-Premier eine Abfuhr
Auf einer der zahlreichen Lockdown-Partys von Boris Johnson soll auch „ABBA“ gespielt worden sein. Die wiederum möchten damit so gar nichts zu tun haben.
London – Premierminister Boris Johnson steht wegen zahlreicher verbotener Feiern während des Lockdowns unter Druck, die Sonderermittlerin Sue Gray spricht in ihren Untersuchungsergebnissen von „Führungsversagen“. Die Untersuchungen förderten neue, bisweilen skurrile Berichte zutage, die den britischen Premierminister einmal mehr der Lächerlichkeit preisgeben. Im Partygate spielt auch die schwedische Band „ABBA“ eine Rolle – die will ihrerseits mit den Feiern auf gar keinen Fall in Verbindung gebracht werden.
Boris Johnson: ABBA will nichts mit dem Partygate um den britischen Premierminister zu tun haben
In der Politik Großbritanniens gibt es seit Wochen kaum ein anderes Thema als das Partygate. Mal geht es um Boris Johnsons Geburtstagsfeier, mal um andere Feiern, denen der Premier beigewohnt haben soll, oder von denen er angeblich zumindest gewusst hat. Auf einer dieser Partys sollen auch alte Hits der schwedischen Kult-Band ABBA gelaufen sein, darunter „The Winner Takes It All“. Für den britischen Premierminister dürften diese Berichte einen besonders faden Beigeschmack haben, im Anbetracht des nach wie vor drohenden Tory-Putsches, könnte er bald alles verlieren.
Im Partygate-Skandal hat sich jetzt auch die schwedische Band selbst eingeschaltet und zeigt sich nur wenig erfreut über die Berichte zu ihrem derzeit wohl umstrittensten prominenten Fan. In den Medien war immer wieder von „ABBA-Party“ berichtet worden, das möchte die Band so nicht stehen lassen. Bandmitglied Benny Anderson betonte gegenüber der britischen Nachrichtenagentur PA, man könne nicht von einer „ABBA-Party“ sprechen. Er selbst nennt es eine „Johnson-Party“, bei der „zufällig etwas ABBA-Musik gespielt wurde“. Auch Bandkollege Björn Ulvaeus erklärte mit Nachdruck, dass sicherlich noch andere Musik gelaufen sei. Eine Verbindung zum Partygate will man in Schweden nicht nachgesagt bekommen.
Boris Johnson: „I will survive“ – Premierminister will sich dem Druck wegen Partygate nicht beugen
Boris Johnson kann eine gewisse Vorliebe für Kult-Bands und Künstler/innen wie ABBA oder Gloria Gaynor durchaus unterstellt werden. Als ihn sein neuer Kommunikationschef Guto Harri kürzlich fragte, ob er die aktuelle Krise überstehen würde („Are you going to survive, Boris?“), soll der britische Premierminister kurzerhand angefangen haben, „I Will Survive“ von Gloria Gaynor zu intonieren. Dabei forderte er Harri auf, mitzusingen – das berichtete der neue Kommunikationschef des Regierungschefs höchst selbst dem Waliser Nachrichtenportal Golwg360.
Trotz der skandalträchtigen jüngeren Vergangenheit scheint Boris Johnson, der vielen längst als notorischer Lügner gilt, gar nicht an einen Rücktritt zu denken. Zuletzt erklärte er selbstbewusst, auch zur Wiederwahl antreten zu wollen. Johnsons Umfragewerte brechen rapide ein, durch die Beendigung fast aller Corona-Regeln in England und sein außenpolitisches Engagement in der Ukriane-Krise versucht der britische Premierminister die Kehrtwende. Bisher gelingt ihm das ebenfalls nur mit mäßigem Erfolg. Auch im engsten Umkreis lichtet sich das Feld um Boris Johnson.
Boris Johnson und ABBA, Donald Trump und die Rolling Stones: Wenn Künstler auf Abstand zu Politikern gehen
ABBA distanziert sich vom Partygate um den britischen Premierminister Boris Johnson. Die Band will nichts mit dem Skandal rund um die Lockdown-Feiern in britischen Regierungskreisen zu tun haben. Doch Johnson ist nicht der erste Politiker, von dem sich augenscheinlich favorisierte Musikbands und Musiker/innen distanzieren. Auch beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump gab es viele solcher Fälle – eine Parallele: Einigen britischen Medien gilt Boris Johnson ohnehin als „Europas Trump“.
Der Ex-US-Präsident hatte Songs der Rolling Stones immer wieder ungefragt im Wahlkampf genutzt. Die Band hatte mit zahlreichen Unterlassungsklagen reagiert. Auch Künstlerinnen wie Rihanna, Pharrell Williams, Adele oder Neil Young richteten damals Unterlassungsaufforderungen an Donald Trump. Die Distanzierung der schwedischen Band ABBA von „Europas Trump“ Boris Johnson scheint dagegen fast schon harmlos.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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