Verbraucherschützer warnen

Vorsicht vor Online-Betrugsmaschen in der Weihnachtszeit – was Verbraucher jetzt wissen müssen

Viele Weihnachtseinkäufe lassen sich bequem online bestellen. Doch es birgt auch einige Risiken – vor welcher neuen Betrugsmasche derzeit gewarnt wird.

Berlin – Fast 57 Millionen Menschen nutzten 2022 nach Angaben einer Onlinestudie des ARD und ZDF in Deutschland täglich das Internet. Zudem hätten noch nie so viele Menschen unterwegs das Internet genutzt wie 2023. Gerade Einkäufe werden immer häufiger digital abgewickelt. Doch je mehr Internetnutzer es gibt, desto mehr Cyberverbrecher ruft es gleichzeitig auf den Plan. Beim Buchen von Hotelschnäppchen oder privaten Ferienhäusern ist besondere Vorsicht geboten – denn auch dort kann man Betrügern leicht auf den Leim gehen. Bei der TV-Sendung WISO wird sogar eine fiese Online-Masche aufgedeckt.

Eine Studie des Digitalverbands Bitkom aus dem Jahr 2021 ergab, dass etwa jeder zweite deutsche Internetnutzer in den letzten zwölf Monaten von mindestens einem Cyberverbrechen betroffen war. Und der Online-Betrug nimmt in Deutschland steig zu. Gerade zur Weihnachtszeit rufen Verbraucherschützer zur besonderen Vorsicht auf.

Verbraucherschützer warnen: Online-Betrug nimmt insbesondere während der Weihnachtszeit zu (Symbolbild)

Hilfreiche Tipps gegen Online-Betrug: So können Sie sich Internet schützen

Um dem alljährlichen Weihnachtsstress zu entgehen, bestellen viele Verbraucher ihre Geschenke lieber bequem online. Das spart Zeit und in der festlichen Hektik auch viele Nerven. Doch wie das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) informiert, ist in den letzten Jahren die Professionalität der Cyberkriminellen gestiegen und ihre Betrugsmaschen wurden immer ausgefeilter. Erst kürzlich war eine neue Betrugsmasche im Umlauf, die im speziellen Senioren ins Visier nahm. Der Telefonbetrug scheint nach wie vor eine lukrative Masche zu sein – von Lottogewinnen bis hin zu Schockanrufen.

Zehn Spartipps für Weihnachtsgeschenke: Originelle Ideen, ohne den Geldbeutel zu strapazieren

Selbstgemachte Geschenke sorgen für eine persönliche Note.
1. DIY-Geschenke: Selbstgemachte Geschenke sorgen für eine persönliche Note. Ob handgestrickte Schals, geschmückte Bilderrahmen oder ein gebasteltes Scrapbook: DIY-Geschenke kommen immer gut an. Werden Sie kreativ und zeigen Sie Ihren Lieben, dass ihr Geschenk genauso einzigartig ist wie sie selbst.  © Olga Simonova/Imago
Black Friday und Cyber Monday sind inzwischen wohl jedem ein Begriff.
2. Nutzen Sie Sales aus: Black Friday und Cyber Monday sind inzwischen wohl jedem ein Begriff. Zahlreiche (Online-)Shops bieten in der Vorweihnachtszeit tolle Angebote für eine Vielzahl von Produkten an. Planen Sie Ihre Einkäufe strategisch, um Geschenke zu einem Bruchteil des regulären Preises zu kaufen. © Müller-Stauffenberg/Imago
Verschenken Sie an Weihnachten selbstgemachte Naschereien wie Kekse, Lebkuchen, Pralinen oder Schokolade.
3. Selbstgemachte Leckereien: Backen Sie gerne? Dann verschenken Sie doch einfach selbstgemachte Naschereien wie Kekse, Lebkuchen, Pralinen oder Schokolade. Auch Marmeladen oder Gewürzmischungen stellen hübsche Geschenke dar. © R. Rebmann/Imago
Das tolle an weinhachtlichen Geschenkkörben ist, dass sie sich ganz individuell befüllen lassen.
4. Weihnachtlicher Geschenkkorb: Das Tolle an Geschenkkörben ist, dass sie sich ganz individuell befüllen lassen. Das ermöglicht es Ihnen, personalisierte und selbstgemachte Präsente zu verschenken. Der Empfänger wird sehen, dass Sie sich viele Gedanken gemacht haben, während Sie gleichzeitig die Kosten im Auge behalten können. © IMAGO
Schlagen Sie den Austausch von Wichtelgeschenken unter Familie und Freunden vor.
5. Wichteln: Wer sagt, dass jeder jedem etwas schenken muss? Schlagen Sie stattdessen den Austausch von Wichtelgeschenken unter Familie und Freunden vor. Auf diese Weise bekommt jeder ein durchdachtes Geschenk und niemand muss sich in Unkosten stürzen. Ein festes Budget sorgt dafür, dass sich die Ausgaben im Rahmen halten. © IMAGO
Upcycling heißt, alten Dingen neues Leben einzuhauchen.
6. Upcycling: Schenken Sie alten Dingen neues Leben. Jeder hat zuhause Gegenstände liegen, die nicht mehr genutzt werden. Alte Möbel, Geschirr und Kleidung lassen sich aber mit etwas Kreativität in einzigartige Geschenke verwandeln. Das schont nicht nur das Portemonnaie, sondern auch die Umwelt.  © Micha Klootwijk/Imago
Um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, können Sie Fotoalben verschenken.
7. Originelle Fotogeschenke: Weihnachten ist eine Zeit der Nostalgie. Um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, können Sie Fotoalben, personalisierte Kalender oder bedruckte Tassen verschenken.  © WireStock/Imago
Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit dem Weihnachtsshopping, um von Rabatten zu profitieren und teure Last-Minute-Käufe zu vermeiden.
8. Früh shoppen lohnt sich: Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit dem Weihnachtsshopping, um von Rabatten zu profitieren und teure Last-Minute-Käufe zu vermeiden. Wer rechtzeitig plant, kann Preise vergleichen und Angebote im Blick behalten, um möglichst budgetfreundliche Entscheidungen zu treffen.  © IMAGO
Schenken Sie Ihren Lieben an Weihnachten einen Gutschein für gemeinsame Erlebnisse.
9. Schenken Sie Zeit. So banal es auch klingen mag: Am Ende ist gemeinsame Zeit doch das Wertvollste. Schenken Sie Ihren Lieben einen Gutschein für gemeinsame Erlebnisse, wie z. B. eine Wanderung, eine Schlittentour oder ein selbstgekochtes Drei-Gänge-Menü.  © IMAGO
Um am Ende nicht pleite dazustehen, macht es Sinn, vorab ein Budget für Weihnachtsgeschenke festzulegen.
10. Setzen Sie sich ein Budget: Um am Ende nicht pleite dazustehen, macht es Sinn, vorab ein Budget festzulegen. Schreiben Sie eine Liste, wen Sie dieses Jahr beschenken wollen und welche anderen Ausgaben im Dezember noch anstehen. Dadurch behalten Sie in finanzieller Hinsicht den Überblick.  © IMAGO

Doch zahlreiche Menschen werden auch Opfer von Phishing-Mails oder werden mit vermeintlichen Angeboten in gefälschten Online-Shops abgezockt. Der gemeinnützige Verein Deutschland sicher im Netz e.V. (DsiN) gibt nützliche Tipps, wie Sie sich gegen Internet-Betrug schützen können:

  • Phishing-Mails: Besonders zu Weihnachten werden gerne digitale Weihnachtsgrüße per E-Mail versandt, um Nutzerdaten abzugreifen. Ignorieren Sie am besten unerbetene E-Mail-Anfragen zur Eingabe persönlicher Daten und löschen Sie Anfragen dieser Art. Öffnen Sie außerdem keine Anhänge oder klicken Sie nicht auf unbekannte Links. Achten Sie auf die Betreffzeile, Absender und Anrede: Seriöse Anbieter nennen bei der Angabe des Absenders den kompletten Namen.
  • Schützen Sie sensible Daten: Aktualisieren Sie Ihre Software durch regelmäßige Updates und schützen Sie sich mit passender Software wie die Phishing-Filter und Spamfilter.
  • Fake-Shops: Betrügerische Weihnachtsmailings verlinken meist auf gefälschte Shops und Angebote. Diese sind häufig professionell aufgemacht und schwer zu erkennen. Minderwertige Ware, fehlende Auslieferung und Kreditkartenbetrug sind meistens die Folge.
  • Gefälschte Shops- und Angebote erkennen: Prüfen Sie die Shop-URL sowie die Güte-Siegel, vermeiden Sie Zahlungsmethoden wie Vorkasse. Seien Sie misstrauisch bei stark gesenkten Preisen oder zu hohen Rabatte. Diese sind häufig ein Indiz für einen Täuschungsversuch. Mit dem 3D-Authentifizierungsverfahren wird Kunden beim Online-Shopping ermöglicht, sich sicher zu identifizieren, um eine mit der Kreditkarte verbundene Zahlung freizugeben.
  • Sicher online einkaufen mit der SHS-Regel (Stoppen, Hinterfragen, Schützen): Halten Sie kurz inne, wenn Sie eine verdächtige Anfrage erhalten. Wägen Sie mögliche Risiken ab und vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl. Geben Sie grundsätzlich nur zwingend erforderliche Daten preis. Hinterfragen Sie besonders hoch rabattierte Angebote. Niemand hat etwas zu verschenken. Schützen Sie sich und andere, indem Sie Verdächtiges an die jeweilige Plattform melden und erstatten gegebenenfalls auch Anzeige bei der Polizei oder der sogenannten „Internetwache“.

Neue Online-Betrugsmasche im Umlauf: Bundeskriminalamt rät zu erhöhter Wachsamkeit auf

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt im Weihnachtsgeschäft außerdem vor dem sogenannten Digital Skimming, auch e-Skimming genannt. Dabei wird der Bezahlvorgang manipuliert und Betrüger können so an Kreditkarten- oder Kontodaten von Kunden gelangen. Auch bekannte Online-Händler könnten betroffen sein.

Online-Shops, die Probleme bereiten, gibt es laut der Verbraucherzentrale Hamburg wie Sand am Meer. Eine Prüfung, ob ein Shop seriös ist oder nicht, ist über den „Fakeshopfinder“ der Verbraucherzentrale Niedersachsen möglich. Auf der Informationsplattform der Watchlist Internet findet man zudem eine Liste mit problematischen Online-Shops, die laufend aktualisiert wird.

Online-Einkauf: Verbraucher sollten nicht auf angebotenen Käuferschutz verzichten

Der Online-Handel ist für Betrug besonders anfällig. Im November wehrte sich Temu juristisch gegen Fake-Shops. Auch vor Betrugsseiten für Autoreifen warnten Verbraucherschützer eindringlich.

„Besonders die Bezahlfunktion sollte kritisch hinterfragt werden“, sagt Kriminalhauptkommissar Carsten Bünger, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Harburg. „Bietet ein Shop keine sichere Zahlmethode, zum Beispiel per Rechnung, ist Vorsicht geboten. Natürlich sollte es sich auch von selbst verstehen, nicht auf angebotenen Käuferschutz zu verzichten, nur um die Gebühren zu sparen“, so der Kriminalhauptkommissar weiter. (Vivian Werg)

Rubriklistenbild: © Christin Klose/ dpa

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Die 15 schönsten Badeseen in Niedersachsen – Urlaubsfeeling garantiert!

Die 15 schönsten Badeseen in Niedersachsen – Urlaubsfeeling garantiert!

13 Kräuter für Sonne und (Halb-)Schatten

13 Kräuter für Sonne und (Halb-)Schatten

Himmelsspektakel mit Vanillekipferl

Himmelsspektakel mit Vanillekipferl

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Bayern

Das sind die 12 größten Unternehmen aus Bayern

Kommentare