Werder-Profi in der Mixed

„Stecke nicht den Kopf in den Sand“: Werder-Stürmer Grüll glaubt an seine Abschlussstärke und hat keine Angst vor dem Konkurrenzkampf mit Boniface

Marco Grüll spricht offen über den Konkurrenzkampf mit Victor Boniface beim SV Werder Bremen - und erklärt, warum er trotz aktueller Torlosigkeit keine Angst vor dem namhaften Neuzugang hat!

Bremen – Obwohl Victor Boniface beim 4:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach erstmals im Kader des SV Werder Bremen stand, begann erneut Marco Grüll als alleinige Sturmspitze. Der Österreicher stand bislang in allen vier Pflichtspielen der neuen Spielzeit in der Startelf, wartet aber noch auf seinen ersten Saisontreffer. „Bis auf die Tore war es ganz in Ordnung“, beurteilt der Angreifer selbst am Mittwoch in einer Medienrunde seinen Saisonstart. „Natürlich will ich als Stürmer Tore schießen. Das war etwas unglücklich mit dem Lattenschuss in Gladbach. Trotzdem werde ich jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken oder aufhören, daran zu glauben, dass ich treffe.“

Marco Grüll hat mit dem SV Werder Bremen einen ordentlichen Saisonstart hingelegt - und spricht in einer Medienrunde über den Stimmungswandel im Team sowie die Saisonziele der Grün-Weißen!

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg aussehen!

Werder Bremens Marco Grüll: „Mein Vorteil ist, dass ich in der Offensive viele Positionen spielen kann“

Dass er es im Trikot des SV Werder Bremen kann, hat Marco Grüll längst bewiesen: In der vergangenen Spielzeit erzielte er sechs Treffer. Damals allerdings noch häufiger in einer Doppelspitze, während er im neuen System von Cheftrainer Horst Steffen zuletzt als alleiniger Angreifer auflief – und dabei auch mehrfach auf den Flügel auswich. „Mein Vorteil ist, dass ich in der Offensive viele Positionen spielen kann“, sagt der 27-Jährige vor dem Werder-Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker). „So wie wir es jetzt gespielt haben, fühle ich mich wohl, da wir sehr variabel und flexibel waren. Dann ist mir die genaue Position am Ende egal.“

Ganz egal dürfte Marco Grüll die Verpflichtung von Victor Boniface allerdings nicht gewesen sein. Der nigerianische Nationalspieler kam am letzten Tag des Transferfensters auf Leihbasis von Bayer Leverkusen – mit dem klaren Anspruch, nach kurzer Eingewöhnung die Nummer eins in der Offensive des SV Werder Bremen zu werden. „Man sieht, wie er seinen Körper einsetzt, wie er Bälle behauptet und ins Dribbling geht. Da merkt man sofort, dass er viel Qualität mitbringt“, lobt Grüll seinen neuen Kollegen. Angst um seinen Stammplatz hat er dennoch nicht: „Ich war schon immer der Spielertyp, der viel arbeitet und viele Meter für die Mannschaft macht. Die genaue Rolle entscheidet dann am Ende der Trainer.“

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Werder Bremens Marco Grüll: „Wir sollten uns jetzt nicht zu sehr loben, nur weil wir mal ein Spiel 4:0 gewonnen haben“

Intern ist die emsige Spielweise des Österreichers hoch angesehen. „Marco hat seine Sache am Wochenende richtig gut gemacht. Er arbeitet sehr viel fürs Team und legt eine enorme Intensität an den Tag. Damit hat er uns sehr gutgetan“, betont Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer im Gespräch mit der DeichStube. Auch ohne eigenen Treffer hatte Marco Grüll also seinen Anteil am Bremer Stimmungswandel – auch wenn der Profi des SV Werder Bremen selbst auf die Euphoriebremse tritt: „Wir sollten uns jetzt nicht zu sehr loben, nur weil wir mal ein Spiel 4:0 gewonnen haben.“

Dennoch macht Marco Grüll keinen Hehl daraus, dass sich das Team für die Saison einiges vorgenommen hat. Konkrete Ziele will er zwar intern belassen, erklärt aber: „Wir sind im letzten Jahr knapp nicht nach Europa gekommen, wo die gesamte Mannschaft hinwollte. Und ich denke, es ist kein Geheimnis, dass jeder eine bessere Saison spielen möchte als letztes Jahr.“ Auf die Nachfrage eines Journalisten, dass es so klingt, als wäre damit Europa das neue Ziel, entgegnet der Angreifer des SV Werder Bremen: „Dann klingt das so. Ich möchte nach einem Spiel nicht gleich von Europa reden, aber jeder Spieler will einen Schritt nach vorne machen. Ich gehe nicht in eine Saison und sage, ich möchte nicht absteigen – das wäre nicht richtig.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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