Werder-Transfer-News

Viele Namen, keine Angebote: Woran es bei Werders Abgangskandidaten (noch) hakt

In diesem Transfer-Sommer gibt es bei Werder Bremen viele Spieler, die den Club verlassen könnten. Woran es bei den Abgangskandidaten hakt.

Bereits fünf Spieler hat der SV Werder Bremen für die kommende Saison unter Vertrag genommen, verkauft auf der anderen Seite aber erst einen. Nach Mio Backhaus‘ frühem Wechsel zum SC Freiburg, der Werder bis zu 15 Millionen Euro einbringen kann, ist es still geworden auf der Abgangsseite. Dabei gibt es im Kader nach wie vor Namen, die lukrative Erlöse versprechen, die der Club wiederum dringend benötigt, um selbst einkaufen zu können. Doch woran hakt es? Eine Übersicht.

Viele Namen, keine Angebote: Warum es bei Werder Bremens Abgangskandidaten Justin Njinmah und Co. (noch) hakt.

Viele Namen, keine Angebote: Warum es bei Werder Bremens Abgangskandidaten (noch) hakt

Karim Coulibaly: Noch vor wenigen Monaten ging es nur noch um die Höhe der Ablösesumme, die das 19-jährige Toptalent Werder Bremen in diesem Sommer bescheren wird. 35 Millionen Euro? 40? Oder doch eher 45 bis 50? Passiert ist seitdem: nichts. Wie Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer auf Nachfrage der DeichStube bestätigt, liegen weiterhin keine Anfragen oder Angebote für den Innenverteidiger vor. Kontakt zu anderen Clubs gibt es nicht.

Ein Grund dafür dürfte Coulibalys angestrebter Beraterwechsel sein. Den gebürtigen Oldenburger, der bislang von der „Total Sports Agency“ vertreten wurde, zieht es bekanntlich zur US-Agentur „Roc Nation Sports“. Aktuell suchen beide Firmen nach einer Einigung, was wiederum interessierte Vereine zögern lassen dürfte, frei nach dem Motto: Kein klarer Ansprechpartner, kein Deal. Für Werder Bremen eine unkomfortable Situation. Hinzu kommt, dass Karim Coulibalys Position, die des Innenverteidigers, auf der Prioritätenliste vieler Clubs nicht ganz oben steht, wenn es um große Investitionen geht. An der grundsätzlichen Absicht der Bremer, den Spieler im Sommer ziehen zu lassen, hat sich hingegen genauso wenig geändert wie an Coulibalys Wunsch, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen.         

Namhafte Abgänge im Sommer möglich: Verlassen Romano Schmid und Marco Friedl Werder Bremen?

Romano Schmid: Drei Beraterwechsel in den vergangenen anderthalb Jahren, jeweils verbunden mit dem Verdacht, dass er einen Abgang aus Bremen anstrebt – geblieben ist Romano Schmid aber bis heute. Auch über den Sommer 2026 hinaus? Klar ist, die Auftritte mit Österreich während der laufenden Weltmeisterschaft haben dem 26-Jährigen jede Menge Aufmerksamkeit verschafft, allen voran sein herrlicher Treffer beim 3:1 gegen Jordanien. Die Bühne WM hat Schmid, der sich seit Sommer wieder von seinem langjährigen österreichischen Agenten Thomas Böhm („You First“) vertreten lässt, also schon jetzt für sich genutzt.

Angekommen ist beim SV Werder Bremen bislang aber nichts, womit sich der Verein beschäftigen müsste. „Es ist weiterhin ruhig. Bei uns sind weder Anfragen noch Angebote eingegangen“, sagt Niemeyer über Schmid sowie auch dessen Bremer und Nationalmannschaftsteamkollegen Marco Friedl, ebenfalls ein „You-First-Spieler“.

Marco Friedl: Werder Bremens Kapitän kam bei der WM bis dato zu einem Kurzeinsatz gegen Argentinien (0:2), stand bislang also deutlich weniger im Blickpunkt. Nachdem Friedl im vergangenen Winter das Interesse des VfL Wolfsburg geweckt, sich aber gegen einen Wechsel entschieden hatte, zählt er nun erneut zum Kreis der Abgangskandidaten, allein schon, weil er mit einem Marktwert von zehn Millionen Euro nach Coulibaly (28 Millionen), Schmid (15 Millionen) und Jens Stage (14 Millionen) der viertwertvollste Profi des aktuellen Kaders ist. Wie zu erfahren ist, ist Friedl grundsätzlich offen für einen Wechsel, strebt diesen aber nicht mit Macht an.

Abgang zur TSG Hoffenheim? Werder Bremen wird Jens Stage nicht unterhalb seines Marktwertes ziehen lassen

Jens Stage: Beim Dänen sieht das anders aus – Stage möchte nach Hoffenheim, unbedingt. Diese Botschaft hat die Spielerseite klar bei Werder hinterlegt, nur stocken die Gespräche zwischen den Vereinen weiterhin. Nachdem Werder Bremen zwei Hoffenheimer Offerten für den Mittelfeldmotor in Höhe von neun und dann gut zehn Millionen Euro abgelehnt hat, gab es (noch) kein neues Angebot für den 29-Jährigen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es in Bremen eingehen wird – zumal sich Stage und die TSG bereits über die Modalitäten eines Vertrags geeinigt haben.

Wie in der Vergangenheit auch, dürften die Bremer einem verdienten Profi am Ende keine Steine in den Weg legen – nur müssen eben die Rahmenbedingungen des Deals passen. Heißt: Unterhalb des Marktwertes wird Werder Bremen Jens Stage kaum ziehen lassen.

Folgt auf den Berater- ein Vereinswechsel? So plant Werder Bremen mit Justin Njinmah

Justin Njinmah: Genau wie Schmid hat auch der Flügelstürmer im Sommer den Berater gewechselt und lässt sich nun nicht mehr von „Tenet Football“, sondern von „Sports360“ vertreten. Ob der Schritt eine Wechselabsicht impliziert? Zumindest fraglich. Njinmah und Werder-Trainer Daniel Thioune wird ein gutes Verhältnis nachgesagt.

Der Chefcoach soll dem Spieler bereits signalisiert haben, dass er Pläne mit ihm hat und großes Potenzial in ihm sieht. Was Njinmah auf dem Markt für andere Clubs fraglos interessant macht, ist sein hohes Tempo. Sollte eine attraktive Offerte für den 25-Jährigen auf den Tisch flattern, wird sich Werder Bremen damit ernsthaft auseinandersetzen. (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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