Stürmer-Duell mit Boniface

Warum der Youngster nicht spielt und Boniface vorgezogen wird: Werder-Trainer Steffen findet deutliche Worte für Topp – sieht aber Besserung

Werder Bremens Trainer Horst Steffen übt Kritik an Keke Topp und erklärt, warum er Victor Boniface bisher im SVW-Sturm als Wechsel-Option vorzieht.

Bremen – Etwas mehr als einen Monat liegt der letzte Einsatz von Keke Topp für den SV Werder Bremen in der Bundesliga nun schon zurück. Während der 0:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg am 4. Spieltag kam der Angreifer für die letzte Viertelstunde zum Einsatz, seitdem durfte sich Topp lediglich noch bei einem Auftritt in der U23 beweisen. Galt der 21-Jährige in der Vorbereitung lange Zeit als Werders Stürmer Nummer eins, ist er mittlerweile nicht nur aus der Startelf verschwunden, sondern auch bei den Joker-Optionen hinter Konkurrent Victor Boniface zurückgefallen. „Victor ist ein Kandidat, bei dem wir alle wissen, was kommen kann und dass er außergewöhnliche Fähigkeiten hat. Und diese sind so außergewöhnlich, dass ich ihn aktuell als ersten Einwechsler vorziehe“, erklärte Cheftrainer Horst Steffen auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen Union Berlin (20.30 Uhr/DeichStube-Liveticker).

Victor Boniface erhielt zuletzt stets den Vorzug vor Keke Topp: Jetzt hat Werder Bremens Trainer Horst Steffen diese Entscheidung begründet.

Werder Bremen-Trainer Horst Steffen begründet, warum er Victor Boniface aktuell Keke Topp vorzieht

Da der nigerianische Nationalspieler allerdings aufgrund seines Fitnesszustands ebenfalls noch nicht für einen Startelfeinsatz in Frage kommt und Werder Bremen zuletzt häufig mit Romano Schmid als „falsche Neun“ agierte, blieb Keke Topp zumeist nur die Rolle des Zuschauers. Dass er sich aus dieser befreien möchte, zeigte nicht nur das Gastspiel bei der U23, sondern auch seine Trainingsleistungen zuletzt, wie Steffen verriet: „Er hat die letzten beiden Wochen wirklich sehr gut gearbeitet. Daher habe ich das Gefühl, dass er wieder näher an Einsätzen dran ist“, macht der Werder-Trainer dem Stürmer zumindest leise Hoffnungen für die nächsten Aufgaben.

Werder Bremen-Trainer übt deutliche Kritik an Keke Topp, aber erklärt: „Mittlerweile präsentiert er sich besser“

Dass Steffen mit den Darbietungen Topps im Training in den Wochen zuvor allerdings nicht wirklich zufrieden war, daraus machte der 56-Jährige für seine Verhältnisse ungewöhnlich deutlich keinen Hehl: „Eine Zeit lang habe ich sein Auftreten kritisch gesehen, aber mittlerweile präsentiert er sich deutlich besser.“ Mit dem Spieler selbst habe er bereits über die Situation gesprochen, berichtete Steffen weiter. Die Hoffnung liegt nun darauf, dass sowohl Keke Topp als auch Victor Boniface bald zu ihrer Bestform finden – damit es künftig nicht mehr heißt, wer von beiden eingewechselt wird, sondern welcher der beiden Mittelstürmer von Beginn an spielt. Für das Spiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin dürfte das mit großer Sicherheit noch zu früh kommen, auch wenn Steffen festhält: „Wir haben da zwei gelernte Mittelstürmer, die beide auf dem Weg sind.“ (bvo)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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