Werder-Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen Union Berlin: Starke Abwehr, Boniface setzt Akzente

Der SV Werder Bremen hat gegen Union Berlin durch ein Traumtor von Marco Grüll mit 1:0 (0:0) gewonnen. Die Spieler in der Einzelkritik – mit Noten.

Mio Backhaus – Parierte Burkes Abschluss aus spitzem Winkel gut (12.). Hatte im weiteren Verlauf nur wenig zu tun, offenbarte bei Eckbällen jedoch teilweise noch leichte Unsicherheiten. Wurde von den Gästen insgesamt kaum gefordert und blieb somit zum zweiten Mal in seiner Bundesliga-Karriere ohne Gegentreffer. Note: 3

Amos Pieper zeigte wieder eine starke Leistung für den SV Werder Bremen, Victor Boniface setzte immer wieder Akzente gegen Union Berlin – die Noten zum Spiel.

Werder Bremen in Noten gegen Union Berlin: Starke Abwehr bleibt ohne Gegentor

Yukinari Sugawara (bis 90.) – Hatte es auf seiner Seite mit Ex-Bremer Köhn zu tun und stellte diesen nahezu über die gesamte Spieldauer kalt. Mit seinem Abschluss knapp am Tor vorbei sorgte er für die beste Bremer Chance der ersten Hälfte (22.). Trieb seine Mitspieler nach der Pause mit vielen Offensivläufen an und bereitete mit einem tiefen Pass Grülls Siegtreffer vor. Note: 2

Amos Pieper – Feierte seine Heimpremiere in dieser Saison und präsentierte sich – wie schon in Heidenheim – äußerst souverän im Zweikampf. Hatte in der ersten Halbzeit eine herausragende Zweikampfquote von 100 Prozent. Machte mit seiner Ruhe und Abgeklärtheit Eigenwerbung für mehr Einsätze und war zudem ein Garant für den Sieg. Note: 2

Karim Coulibaly – Ein früher Abspielfehler gegen Burke blieb ohne Folgen (13.), zudem sah er nach einem cleveren taktischen Foul die Gelbe Karte (23.). Ansonsten war der Youngster erneut hellwach und äußerst zweikampfstark. Mit solchen Leistungen ist er aus der Innenverteidigung nur schwer zu verdrängen. Note: 2

Marco Friedl – Der Kapitän agierte erneut als Linksverteidiger und hatte dort meist Burke als direkten Gegenspieler. Diesen hatte der Österreicher fest im Griff, hielt sich offensiv allerdings erneut sehr zurück, wodurch Werders Spiel sehr rechtslastig wurde. Defensiv zeigte er kaum Unzulänglichkeiten. Note: 3

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Werder Bremen schlägt Union Berlin knapp – die Noten zum Spiel

Senne Lynen – Der frischgebackene Vater kehrte in die Startelf zurück und zeigte sofort, warum Werder in der Vorwoche seine Struktur und Ordnung so sehr vermisst hatte. Sorgte mit dafür, dass die Gäste kaum in gefährliche Zonen kamen und überzeugte im Spiel mit dem Ball durch seine enorme Ruhe. Note: 3

Jens Stage – Der Däne schaltete sich immer wieder offensiv mit ein, doch auch ihm fehlten im ersten Durchgang die entscheidenden Ideen. Spulte mit sechs Kilometern vor der Pause die meisten Meter ab. Ließ unmittelbar nach Wiederanpfiff eine hochkarätige Chance etwas leichtfertig liegen (47.), rieb sich ansonsten in vielen wichtigen Zweikämpfen auf und entschied die meisten für sich. Note: 3,5

Samuel Mbangula (bis 84.) – Deutlich auffälliger als in der Vorwoche, doch dem zweitteuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte wollte auch gegen Union in der ersten Hälfte nur wenig Entscheidendes gelingen. Seine zahlreichen Dribblings verpufften meist wirkungslos. Hatte zwar viele Ballkontakte, doch die zündende Idee wollte ihm an diesem Tag nicht einfallen. Dafür arbeitete er defensiv stark mit. Note: 3,5

Marco Grüll gelingt Traumtor, Victor Boniface mit ordentlichem Startelf-Debüt: Werder Bremen in Noten

Romano Schmid (bis 90+3) – Rückte nach zwei Einsätzen in der Sturmspitze wieder auf die Zehnerposition zurück. Konnte dem Spiel vor der Pause jedoch nur selten seinen Stempel aufdrücken. Vertändelte zudem eine aussichtsreiche Kontersituation, da sein Abspiel auf Grüll zu ungenau geriet (36.). War dennoch stets anspielbar, versuchte für Lösungen zu sorgen und lief unermüdlich die gegnerische Defensive an. Note: 3

Marco Grüll (bis 90.) – Begann wie schon in Heidenheim auf dem rechten Flügel. War dort gewohnt laufstark unterwegs, ließ zunächst aber die Genauigkeit im Passspiel vermissen. Stellte Gäste-Keeper Rönnow mit einem Distanzschuss vor leichte Probleme (27.). Nach der Pause zunächst kaum zu sehen, doch dann avancierte er schließlich mit einem wundervollen Schlenzer zum Matchwinner. Note: 2,5

Victor Boniface (bis 84.) – Durfte erstmals von Beginn an ran und zeigte in mehreren Dribblings zu Beginn seine Klasse. Verfehlte das Tor bei einem Distanzschuss nur knapp (15.), baute später etwas ab, gab aber niemals auf. Erntete Szenenapplaus, als er Vorgänger Burke in einem Defensivzweikampf abkochte (57.). Note: 3

Joker retten Sieg gegen Union Berlin mit über die Zeit: Werder Bremen in Noten

Keke Topp (ab 84.) – Ersetzte Boniface in der Schlussphase und kam somit zu seinem ersten Einsatz seit über einem Monat. Hätte beinahe noch nach einem Konter kurz vor Schluss das 2:0 erzielt. Note –

Cameron Puertas (ab 84.) – Kam für Mbangula in die Partie und brachte den Sieg mit über die Zeit. Note –

Niklas Stark (ab 90.) – Feierte sein Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause und klärte noch nach einer Hereingabe. Note –
Julian Malatini (ab 90.) – Der Argentinier kam in den letzten Minuten zu seinem zweiten Saisoneinsatz. Note –

Justin Njinmah (ab 90+3) – Erlebte die Nachspielzeit mit auf dem Feld und bereitete noch Topps Gelegenheit vor. Note -

Weiter mit der Werder-Aufstellung:

Werder-Aufstellung gegen Union: Puertas auf der Bank, Boniface in der Startelf

Welche Startelf schickt Trainer Horst Steffen im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Union Berlin ins Rennen? So könnte die Aufstellung aussehen!

Update vom 24. Oktober 2025 (19.15 Uhr): Jetzt ist die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen da - Victor Boniface startet, Cameron Puertas sitzt auf der Bank! Alle Infos lest ihr im DeichStube-Liveticker zum Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Union Berlin!

Bremen – Am Mittwochabend zeigte sich Isaac Schmidt beim Besuch des Bremer Freimarkts noch optimistisch, dass es für ihn mit einem Kaderplatz beim Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Union Berlin (Freitag, 20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) reichen könnte. Nur einen Tag später gab Cheftrainer Horst Steffen auf der Spieltags-Pressekonferenz dann allerdings bekannt, dass die Partie gegen die Eisernen für den Schweizer nach seiner bei der Nationalmannschaft erlittenen Fußverletzung noch zu früh komme. Es deutet also vieles darauf hin, dass erneut Kapitän Marco Friedl auf der für ihn etwas ungeliebten linken Abwehrseite verteidigen muss – schließlich fallen neben Schmidt auch noch die vier weiteren Außenverteidiger-Kandidaten Olivier Deman (Knöchelbruch), Maximilian Wöber (Muskelbündelriss), Felix Agu (Syndesmosebandriss) und Mitchell Weiser (Kreuzbandriss) langfristig aus.

Fehlt Cameron Puertas gegen Union Berlin erstmals in Werder Bremens Startelf?

Werder Bremen-Aufstellung gegen Union Berlin: Senne Lynen kehrt zurück in die Startelf

Doch auch eine positive personelle Nachricht in der Defensive des SV Werder Bremen hatte Steffen zu vermelden: Innenverteidiger Niklas Stark steht vor seiner Kader-Rückkehr, nachdem der Routinier seit dem zweiten Spieltag mit Hüftproblemen ausgefallen war und erst in dieser Woche ins Mannschaftstraining zurückgekehrt ist. Ein Startelf-Einsatz kommt für Stark nach seiner fast zweimonatigen Verletzung allerdings nicht infrage, sodass die Innenverteidigung erneut aus Amos Pieper und Karim Coulibaly bestehen dürfte – beide verteidigen wie gewohnt vor Torhüter Mio Backhaus, der sich mit einem starken Auftritt beim 2:2 in Heidenheim nach seiner Schulterverletzung zurückmeldete. Auf der rechten Seite ist ohnehin, und nicht nur aufgrund der fehlenden Alternativen, Yukinari Sugawara gesetzt.

Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen 1. FC Union Berlin: Neuzugang Cameron Puertas droht erstmals die Bank

Im Mittelfeld darf sich Steffen über die Startelf-Rückkehr von Senne Lynen freuen, der in der Vorwoche kurzfristig ausgefallen war, da der Belgier zum zweiten Mal Vater wurde und zu seiner Frau in die Heimat reiste. Sein Fehlen war in Heidenheim deutlich spürbar, nun wird er wieder auf der Doppelsechs an die Seite von Jens Stage rücken. Dadurch wird sehr wahrscheinlich Nachwuchstalent Patrice Covic – trotz eines engagierten Auftritts auf der Ostalb – zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen. Auch in der offensiven Dreierreihe des SV Werder Bremen könnte sich ein Wechsel anbahnen: Nach einem schwachen Auftritt droht Neuzugang Cameron Puertas erstmals eine Reservistenrolle. Für ihn könnte der schnelle Justin Njinmah in die Startelf rücken. Die weiteren Positionen in der Offensive dürften wie gewohnt von den gesetzten Romano Schmid und Samuel Mbangula besetzt werden. In der Spitze deutet vieles darauf hin, dass Marco Grüll nach seinem ersten Saisontor in Heidenheim erneut den Vorzug erhalten wird, sodass Victor Boniface und Keke Topp sich voraussichtlich zunächst wieder mit einem Platz auf der Bank begnügen müssen. (bvo)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Union Berlin aussehen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / DeFodi Images, foto2press

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