Werder-Profis in der Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen Bielefeld: Agu und Bittencourt enttäuschen, Stark noch bester Bremer

Der SV Werder Bremen ist nach einer 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten!

Michael Zetterer: Trotz nahenden Wechsels in der Startelf, der Wirbel um seine Person war dem Keeper im ersten Durchgang überhaupt nicht anzumerken. Hielt mit einem Super-Reflex das 0:0 (57.) und strahlte auch sonst viel Souveränität aus. Beim Gegentor allein auf weiter Flur.   Note 2,5

Felix Agu: Hätte aus seiner guten Torchance viel mehr machen müssen (33.), agierte auch sonst recht fehlerhaft. Sein Patzer sorgte etwa für Bielefelds gute Freistoßgelegenheit (39.) und am Schluss war es sein Ballverlust, der zum Gegentor führte – auch weil er dann hinten vor dem Tor fehlte. Note 5

Niklas Stark: Umsichtige Partie des Innenverteidigers, der viele Laufduelle für sich entschied und Situationen clever löste. Klärte in Unterzahl mehrmals in höchster Not und warf alles rein. War so bester Bremer, doch das dürfte ihn kaum trösten. Note 2

Felix Agu (links) und Leonardo Bittencourt (mitte) erwischten keinen guten Tag im DFB-Pokalspiel des SV Werder Bremen bei Arminia Bielefeld, Niklas Stark (rechts) war noch der beste Bremer.

Werder Bremen in Noten gegen Arminia Bielefeld: Kapitän Marco Friedl mit gewohnt aufmerksamer Leistung

Marco Friedl: Unsicherer Anfang und eine Gelbe Karte wegen Ballwegspielens (43.) – ansonsten aber gewohnt aufmerksam in der Defensive. Als Werder zu zehnt war und im Mittelfeld Lücken offenbarte, geriet auch er logischerweise deutlich mehr unter Druck. Note 3

Maximilian Wöber (bis 79.): Rechtzeitig fit für sein Werder-Debüt in der Viererkette, das mit kleineren Wacklern begann. Ließ sich auch kurz nach der Pause viel zu leicht düpieren. Zeigte zwei, drei gute Läufe nach vorn, insgesamt aber noch mit Luft nach oben. Musste angeschlagen runter. Note 4

Leonardo Bittencourt: Erst landeten seine Bälle nicht dort, wo sie hinsollten, doch dann sichtbar um die Ordnung des Bremer Spiels bemüht. Sah dann aber in Durchgang zwei nach frühen und völlig übereifrigen Fouls die Ampelkarte (54.) und brachte sein Team so um die mühsam erarbeitete Spielkontrolle, wodurch die Partie kippte. Das darf einem so erfahrenen Mann wie ihm nicht passieren. Note 5,5

Werder Bremen in Noten gegen Arminia Bielefeld: Romano Schmid noch der engagierteste Offensivmann

Senne Lynen: Hätte sich kurz vor der Pause nicht beschweren dürfen, wenn er nach einem Foul an der Strafraumgrenze mit Gelb-Rot vom Platz geflogen wäre (38.). Spielte danach umsichtig fast ohne Körperkontakte durch, weil kein adäquater Ersatz vorhanden war. Note 4

Justin Njinmah: Startete auf dem rechten Flügel unauffällig, legte dann aber die Grüll-Chance auf (14.) und hätte selbst treffen können (22.). Nach dem Seitenwechsel zu umständlich beim Abschluss (50.). Ihm war anzusehen, dass er seine Auswechslung überhaupt nicht verstand. Note 3,5

Romano Schmid: Fast jeder Angriff lief über ihn, nicht immer fanden seine Pässe aber ein Ziel – was zum Teil jedoch auch an unglücklichen Laufwegen der Nebenleute lag. Später wesentlich unauffälliger, was aber an der Dezimierung lag. Note 3,5

Patrice Covic (bis 72.): Durfte etwas überraschend anstelle von Neuzugang Mbangula beginnen, die Nervosität war ihm deutlich anzumerken. Bekam dann aber mehr Ruhe und so auch Sicherheit in sein Spiel. Sein Ballverlust zwang Bittencourt allerdings zum Foul vor dem Platzverweis. Musste dann für Topp weichen. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen Arminia Bielefeld: Samuel Mbangula mit unauffälligem Pflichtspieldebüt

Marco Grüll: Erhielt den Zuschlag als einzige Spitze und vergab die Riesenchance zur Führung (14.). Viel in Bewegung, mitunter lief er aber nicht energisch genug in die sich bietenden Freiräume. Rieb sich mit fortlaufender Dauer in Zweikämpfen auf. Note 3,5

Samuel Mbangula (ab 60.): Feierte verspätet seine Pflichtspiel-Premiere, fiel aber nicht weiter auf - auch, weil ein engagiertes Zweikampfverhalten nicht existent war. Note 4

Keke Topp (ab 72.): Sollte vorne wieder mehr Bälle festmachen und für Entlastung sorgen – das gelang immerhin mit einem schönen Pass auf Deman (83.). Note -

Olivier Deman (ab 79.): Lief unermüdlich, doch das genügte nicht. Note -

Weiter mit der Werder-Aufstellung:

Werder-Bremen-Aufstellung gegen Arminia Bielefeld: Talent-Überraschung in der Startelf

Welche Startelf schickt Trainer Horst Steffen im ersten Pflichtspiel der neuen Saison im DFB-Pokal ins Rennen? So sieht die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld aus.

Update vom Freitag, 15. August 2025, 19.45 Uhr: Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder da - und Trainer Horst Steffen sorgt in der Startelf für das DFB-Pokalspiel für eine Überraschung! Die komplette Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen für die Partie bei Arminia Bielefeld seht ihr hier!

Bremen – Viel zu sehen war von den Profis des SV Werder Bremen unter der Woche nicht. Nach einer öffentlichen Einheit am Dienstag wurde anschließend nur noch hinter verschlossenen Türen trainiert. Kein Detail sollte vor dem Pokalduell bei Arminia Bielefeld (Freitag, 20.45 Uhr, DeichStube-Liveticker) noch nach außen dringen. Folglich gab es auch keine weiteren Hinweise auf die Startelf-Aufstellung, mit der Horst Steffen beim formstarken Zweitligisten bestehen will. Große Überraschungen sind allerdings kaum zu erwarten.

Patrice Covic feiert sein Pflichtspieldebüt für den SV Werder Bremen: Das Mittelfeldtalent steht in der Startelf für das DFB-Pokalspiel gegen Arminia Bielefeld.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Arminia Bielefeld: Zwei Fragezeichen bei Horst Steffens Startelf

Auf Michael Zetterer hat sich Werder Bremens neuer Coach unter der Woche als Nummer eins festgelegt, vor dem Keeper dürfte erstmals in einem Pflichtspiel die Viererkette zum Einsatz kommen. Die Zentrale werden im Normalfall Marco Friedl und Niklas Stark bilden, rechts daneben sollte Felix Agu beginnen. Bleibt noch der linke Part, für den Neuzugang Maximilian Wöber und Leih-Rückkehrer Olivier Deman infragekommen. Letzterer spielte zuletzt bei der Generalprobe gegen Udinese Calcio (1:2) – aber auch nur, weil Wöber mit einer Knieprellung ausgesetzt hatte. Der Österreicher war Anfang der Woche wieder ins Training eingestiegen, ebenso wie der zuvor angeschlagene Angreifer Justin Njinmah (muskuläre Probleme).

„Es ist noch nicht vorhersehbar, ob ich sie in die Startelf nehmen werde“, sagte Horst Steffen bereits am Mittwoch, der ganz genau abwägen muss, wie viel Risiko er zum Start eingehen will. Einerseits gibt es in diesem Wettbewerb nichts zu verschenken, andererseits werden Wöber und Njinmah auch noch für den Rest der Saison gebraucht und sollen keineswegs in eine ernsthaftere Verletzung steuern. „Wir werden schauen, dass die Jungs gesund bleiben und leistungsfähig werden“, betont Werder Bremens Coach. „Dementsprechend muss ich gut überlegen, was sinnvoll ist. Gibt es keine Bedenken, dann werden auch die Jungs spielen, die mal pausiert haben. Ich warte noch das letzte Training ab und dann wird es eine Entscheidung darüber geben, wer in der Startelf steht und wer nicht.“

So sehen Fans das Testspiel des SV Werder Bremen gegen den VfL Osnabrück live im Livestream!

Werder Bremen-Aufstellung gegen Arminia Bielefeld: Steht Justin Njinmah in der Startelf?

Definitiv fehlen werden Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), Jens Stage (Belastungsreaktion im Fuß) und Amos Pieper (Hüft-OP). Das klingt verhältnismäßig überschaubar, die gesamte Dimension der Ausfälle wird aber umso deutlicher, wenn die Gänze des Bremer Kaders betrachtet wird. In der Offensive und auf der rechten Seite sind die vorhandenen Planstellen noch immer nicht besetzt worden, in der Vorbereitung haben insgesamt gleich mehrere Profis gezeigt, dass sie noch von ihrer Bestform entfernt sind und vorhandene Lücken nicht einfach so ausfüllen können. Aus dem Nachwuchs winken zudem am ehesten Patrice Covic und Karim Coulibaly Einsatzminuten, wahrscheinlicher ist aktuell aber noch die Komponente Erfahrung bei Steffens Spielerwahl. Folglich werden Senne Lynen und Leonardo Bittencourt die Doppelsechs bilden, das Mittelfeld dirigiert Romano Schmid. Auf der linken Seite wird wohl Neuzugang Samuel Mbangula debütieren, rechts könnte die Wahl auf Marco Grüll oder Justin Njinmah fallen – sofern Letzterer nicht als Sturmspitze benötigt wird. Dort könnte zwar auch Keke Topp spielen, beide Angreifer haben zuletzt jedoch nicht gerade mit einem ausgeprägten Torinstinkt geglänzt. (mbü)

Das ist die mögliche Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld.

Rubriklistenbild: © Imago/Wedel/gumzmedia

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