Werder-Profis in Noten

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern: Desolate Defensive, Offensive enttäuscht völlig - neun Mal Note 5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern München: Die Bremer Profis nach dem Debakel in der Einzelkritik.
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Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern München: Die Bremer Profis nach dem Debakel in der Einzelkritik.

Der SV Werder Bremen verliert das Heimspiel gegen den FC Bayern München mit 0:5 (0:2) und erlebt ein Debakel im Weserstadion. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten.

Michael Zetterer: Der Keeper war wirklich nicht zu beneiden: Nach einer Stunde hatte er schon vier Tore kassiert und bis dahin überhaupt keinen einzigen Ball halten können, so präzise und effektiv agierten die Bayern. In der 72. Minute durfte er dann tatsächlich einen Kane-Kopfball parieren, auch danach noch mehrfach stark auf der Linie. Note 3,5

Amos Pieper (bis 79.): Saison-Premiere nach seiner Verletzung, weil Friedl (Rotsperre) fehlte. Als rechter Innenverteidiger auf Sicherheit bedacht, dabei bisweilen zu zaghaft in den Zweikämpfen und in Ballbesitz zu oft mit der Hau-weg-Methode unterwegs. Note 4,5

Niklas Stark: Übernahm von Friedl das Abwehrzentrum und machte zu Beginn mit viel Einsatz und guter Organisation einen ordentlichen Eindruck. Doch das Niveau konnte er gegen die übermächtigen Bayern nicht halten. Kam vor dem 0:4 von Olise nicht in den Zweikampf. Note 5

Anthony Jung: Auch für den linken Innenverteidiger ging vieles an diesem Nachmittag zu schnell – wie beim 0:2, als ihn Vorlagengeber Olise austanzte. Sah auch beim 0:3 nicht gut aus. Note 5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern München: Felix Agu wirkt auf der linken Seite ziemlich überfordert

Mitchell Weiser: Sein Ballverlust im Werder-Spielaufbau bescherte den Bayern die Führung. Auch ansonsten mit wenig guten Szenen auf der rechten Seite. Rutschte nach der Pause weiter nach vorne in den Angriff und machte es dort etwas besser – allerdings auch nur für wenige Minuten. Note 5

Senne Lynen: Der Belgier hatte vor der Abwehr große Probleme, Zugriff auf die flinken Bayern zu finden. Und nach vorne war fast jeder Ball von ihm gleich wieder weg. Note 5

Felix Agu (bis 86.): In seinem 75. Pflichtspiel für Werder auf der linken Seite ziemlich überfordert – defensiv (zum Beispiel vor dem 0:2) und offensiv (mit vielen Ballverlusten). Wechselte nach der Köhn-Auswechslung auf die rechte Seite und machte es dort genauso schlecht – mit dem Nicht-Eingreifen vor Gnabrys 0:5 als Höhepunkt. Note 5,5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern München: Jens Stage lief nur hinterher

Romano Schmid: Der Bremer Giftzahn verlor sehr schnell seine Bissigkeit, weil ihm die Bayern keine Chance gaben und sich dann immer mehr Fehler in sein Spiel schlichen. Wie auch vor dem 0:3, als sein Ball im Spielaufbau beim Gegner landete. Immerhin gab er nie auf und sorgte dafür, dass Werder zumindest ein ganz kleines bisschen Offensivgefahr ausstrahlte. Note 4,5

Jens Stage (bis 66.): Wirkte nicht richtig frisch, lief oft nur hinterher und fand selten den richtigen Zeitpunkt für den Zweikampf. Auch mit Ball ziemlich unglücklich unterwegs. Note 5

Marco Grüll (bis 45.): Zum ersten Mal in der Werder-Startelf und dabei mit auffällig großem Einsatz, doch der Österreicher prallte fast immer an Bayerns Abwehrwand ab – an Upamecano oder Kim. Konnte auch kaum einen Ball festmachen. Blieb zur Pause in der Kabine. Note 5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern München: Marvin Ducksch mit unglücklichem Auftritt

Marvin Ducksch: In der 34. Minute war der Stürmer tatsächlich mal vorne zu sehen: Vergab dabei überhastet eine gute Gelegenheit zu einer Vorlage und schoss einen Freistoß direkt auf den Kopf eines Bayern-Spielers. Das passte zu seinem sehr unglücklichen Auftritt, der schon zur Pause beendet war. Note 5,5

Derrick Köhn (ab 46.): Übernahm die linke Seite von Agu und fiel dort sofort mit seinem hohen Tempo auf, was den Bayern gar nicht schmeckte. Doch allzu oft war das in der einseitigen Partie auch nicht mehr zu sehen. Note 3,5

Keke Topp (ab 46.): Startete vielversprechend mit einem Ballgewinn am eigenen Strafraum, um dann die gleichen Zweikampf-Probleme wie Grüll zu offenbaren. Die Bayern waren zu stark für ihn. Note 5

Skelly Alvero (ab 66.): Ersetzte Stage kurz nach dem 0:5 im Mittelfeld und konnte mit einigen Aktionen durchaus positiv auf sich aufmerksam machen. Note -

Julian Malatini (ab 79.): Übernahm Piepers Job in der Abwehr. Note –

Olivier Deman (ab 86.): Durfte sich spät noch etwas mit den starken Bayern messen. Note -

Weiter mit der Werder-Startelf:

Die Werder-Bremen-Aufstellung gegen den FC Bayern München: Marco Grüll in der Startelf!

Der SV Werder Bremen spielt am Samstag (15.30 Uhr) zu Hause im Weserstadion gegen den FC Bayern München. Das ist die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner!

Update: Jetzt steht die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München fest! Marco Grüll darf von Beginn an an! Hier alle Infos im DeichStube-Liveticker!

Weiter mit der Einordnung der Aufstellung:

Bremen - In den Spielen gegen Dortmund (0:0) und Mainz (2:1) hat Ole Werner jeweils auf dieselbe Startelf vertraut - vor dem Duell gegen den FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) muss der Cheftrainer des SV Werder Bremen seine Mannschaft nun aber gehörig umbauen. Vorne und hinten stehen wichtige Spieler nicht zur Verfügung.

Werder Bremen-Aufstellung gegen den FC Bayern München: Ole Werner muss seine Startelf umbauen

Da wäre zum einen Kapitän Marco Friedl, der nach seiner Roten Karte während des Auswärtsspiels in Mainz für zwei Partien gesperrt ist und damit ein Loch in die Dreierkette des SV Werder Bremen reißt. Die gute Nachricht: Dieses Loch in der Aufstellung ist relativ unproblematisch zu stopfen. Niklas Stark wird gegen den FC Bayern München von der rechten Innenverteidigerposition ins Zentrum rücken und die Rolle des Abwehrchefs übernehmen, was er in der Vergangenheit schon mehrfach getan hat. Für Starks rechte Seite ist Amos Pieper wiederum Nachrücker Nummer eins. Der 26-Jährige hat seine Muskelverletzung inzwischen vollständig auskuriert und im Kampf um den Startelf-Platz mit Konkurrent Julian Malatini die Nase vorn, weil er der erfahrenere der beiden Spieler ist.

Vorne muss Ole Werner zudem den verletzten Justin Njinmah (Bänderverletzung) ersetzen. Auch dafür bieten sich dem Trainer des SV Werder Bremen zwei Alternativen: Sowohl Keke Topp als auch Marco Grüll könnten in der Bremer Aufstellung an der Seite von Marvin Ducksch stürmen. Nach den Eindrücken aus der Trainingswoche könnte Grüll die etwas besseren Karten für einen Startelf-Einsatz gegen den FC Bayern München haben, zumal er mehr Geschwindigkeit mitbringt als Topp, was bei möglichen Kontern gegen die Bayern wichtig ist.
 
Bleibt noch die linke Außenbahn und die Frage: Weiterhin Felix Agu oder doch Derrick Köhn? Ersterer hat sich in den vergangenen Monaten mit guten Leistungen einen Stammplatz erarbeitet, Letzterer ist nach seinem Bundesliga-Debüt inklusive Tor allerdings gerade mit enorm viel Rückenwind unterwegs. Für Ole Werner sicher keine leichte Entscheidung. Angesichts der Tatsache, dass es gegen den FC Bayern München sehr auf eingespielte Abläufe in der Defensive abkommt, dürfte Agu am Samstag einmal mehr zur Startelf des SV Werder Bremen zählen. (dco)

Mit Amos Pieper und Marco Grüll: So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München aussehen.

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