Nach Einzelgespräch
Neue Chance für Leonardo Bittencourt? Werder-Trainer Thioune stellt Einsätze in Aussicht
Nach der Ausbootung unter Horst Steffen soll Leonardo Bittencourt unter Daniel Thioune wieder eine Rolle bei Werder Bremen spielen. So sieht der neue Trainer den Routinier.
Zuletzt war Leonardo Bittencourt außen vor beim SV Werder Bremen, unter Trainer Horst Steffen spielte der Routinier keinerlei Rolle mehr und hatte es zwischenzeitlich aus „sportlichen Gründen“, wie es offiziell hieß, nicht einmal mehr in den Spieltagskader geschafft. Doch nun ist ein neuer Coach da – und Daniel Thioune hat dem Mittelfeldakteur, dessen Vertrag am Ende der Saison bekanntlich ausläuft und nicht verlängert wird, mehr als nur die Tür geöffnet.
Werder Bremen-Trainer Daniel Thioune setzt wieder auf Leo Bittencourt: „Egal, was in der Vergangenheit war“
„Leo ist fast sieben Jahre in diesem Verein und hat eine entsprechend große Rolle inne. Er hat in schwierigen Situationen Verantwortung übernommen“, sagt Daniel Thioune, der Leo Bittencourt nach eigener Aussage schon länger kennt, und betont mit Blick auf jüngere Unzufriedenheiten: „Es ist völlig egal, was in der Vergangenheit war. Es geht jetzt darum, wie der Ist-Zustand ist.“ Und der scheint nicht der schlechteste zu sein, wenn man den Worten des neuen Übungsleiters des SV Werder Bremen lauscht. „Leo hat wie alle anderem im Training Vollgas gegeben – und es ist egal, ob man 32 oder 18 Jahre alt ist: Man wittert seine Chance. Das sind hier alles Fußballer, die auf dem Platz stehen wollen. Ich weiß um Leos Wichtigkeit in diesem Kader.“
Werder Bremen-Coach Daniel Thioune führt Einzelgespräch mit Leonardo Bittencourt - neue Einsatz-Chancen?
Genau deshalb zählte Leonardo Bittencourt auch zu jenen drei Profis, mit denen Thioune am Donnerstag ein ausführliches Einzelgespräch geführt hat, wie er verriet. Um ein Gefühl dafür zu gewinnen, wie es aktuell um Werder Bremen und die Mannschaft bestellt ist. Und eventuell auch, um sich darüber auszutauschen, welche Aufgaben Bittencourt in den kommenden Wochen unter der Regie des Coaches übernehmen könnte. Es ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass der gebürtige Leipziger schon am Samstag während des Auswärtsspiels gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/DeichStube-Liveticker) mal wieder zum Zuge kommt. In welchem Umfang auch immer. „Leo spielt in der Zeit meines Wirkens hier immer eine Rolle, aber diese Rolle werden wir definieren“, sagt Daniel Thioune. „Wir haben eine gute Tiefe und Breite in unserem Kader, aber ich weiß auch, welchen Wert Leo Bittencourt auf dem Feld haben kann.“ (mbü)
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