Unmut beim Routinier
Nach Nicht-Nominierung: Werder-Trainer Steffen äußert sich zu Bittencourt-Zukunft
In Dortmund fehlte Leonardo Bittencourt im Kader des SV Werder Bremen – vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt spricht Horst Steffen über dessen Perspektive.
Bremen – Es war eine Personalentscheidung, die im Nachgang der 0:3-Niederlage des SV Werder Bremen bei Borussia Dortmund im grün-weißen Umfeld heiß diskutiert wurde. Cheftrainer Horst Steffen hatte Routinier Leonardo Bittencourt, obwohl dieser fit war, nicht in den Spieltagskader berufen – eine Entscheidung, die der 32-Jährige, wie zu hören ist, sehr verstimmt aufgenommen haben soll. „Dass Leo nicht ganz glücklich ist, dass er nicht im Kader ist, ist klar“, sagte Steffen auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Auf die Frage, ob der Bremer Übungsleiter beim erfahrenen Mittelfeldspieler nun durch eine Nominierung wieder für eine Stimmungsaufhellung sorgen könnte, antwortete Steffen zurückhaltend: „Ich werde da vor dem Spieltag nicht großartig etwas zu sagen. Das werde ich dann bekanntgeben, wenn es soweit ist.“
Nach Ausbootung: Horst Steffen spricht über Perspektive von Leonardo Bittencourt – Routinier des SV Werder Bremen verstimmt
Es ist also durchaus vorstellbar, dass Leonardo Bittencourt erneut nicht im Aufgebot steht – zumal Horst Steffen erklärte: „Wir haben auf den Positionen mit Cameron Puertas und Patrice Covic Jungs, die auch gut sind. Sie könnten eingewechselt werden, weshalb Leo aus dem Kader fiel.“ Bereits nach dem Spiel in Dortmund hatte Steffen betont, dass es sich ausschließlich um eine sportliche Entscheidung gehandelt habe. Auch Werders Sportchef Clemens Fritz stellte klar, dass es im Vorfeld intern keinerlei Vorfälle gegeben habe. Bittencourt selbst zeigte sich bereits am Mittwoch beim Training der Ersatzspieler wieder gut gelaunt, schoss nach der kurzen Einheit noch einige Elfmeter gegen Ersatztorhüter Stefan Smarkalev und scherzte mit den Kollegen.
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Der gebürtige Leipziger gilt seit Jahren als wichtiger Stimmungsmacher in der Kabine. Sportlich hatte Leonardo Bittencourt jedoch bereits in der Vorsaison unter Ole Werner an Bedeutung verloren und kam auch in dieser Spielzeit bislang nur auf 192 Minuten, verteilt auf acht Bundesligaeinsätze. Möglicherweise auch ein Grund dafür, weshalb sich der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen in den vergangenen Wochen in den sozialen Netzwerken zu der ein oder anderen kleinen Spitze hinreißen ließ – insbesondere nachdem bereits Ende des vergangenen Jahres bekannt wurde, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. (bvo)
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