Lage im Ticker

Iran-Krieg aktuell: Teheran sperrt Straße von Hormus offenbar weiter – Öltanker müssen umkehren

Der Beschuss geht trotz Waffenruhe weiter. Keine Anzeichen für ein Ende der Hormus-Blockade. Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Iran-Krieg.

Update, 9. April, 6:54 Uhr: Israel hat am ersten Tag der Waffenruhe seine Angriffe auf den Libanon massiv ausgeweitet und dabei mindestens 182 Menschen getötet sowie rund 890 weitere verletzt. Die israelische Regierung stellte klar, dass die Feuerpause nicht für den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon gelte – US-Präsident Donald Trump bestätigte dies.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Beirut erlebte laut AFP die heftigsten Bombardierungen seit Kriegsbeginn. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk zeigte sich entsetzt: „Das Ausmaß der Tötungen und der Zerstörung heute im Libanon ist schlichtweg grauenhaft“, erklärte Türk der AFP. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Ausweitung der Waffenruhe auf den Libanon als „notwendige Voraussetzung“ dafür, dass sie „glaubwürdig und dauerhaft“ sei.

Update, 9. April, 5:32 Uhr: Der Iran blockiert die Straße von Hormus trotz Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA weiter. Grund sind offenbar Israels anhaltende Angriffe auf den Libanon.

Obwohl die Öffnung der Straße von Hormus ein zentraler Bestandteil der Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Washington und Teheran ist, sperrt Iran die strategisch wichtige Meerenge weiter. Wie die der Islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars laut der Tagesschau berichtet, sei der Schiffsverkehr erneut eingestellt worden und Öltanker müssten umkehren.

Die Straße von Hormus, durch die täglich Millionen Barrel Öl fließen, ist seit dem Konflikt zwischen Iran, USA und Israel zur neuralgischen Schaltstelle der globalen Energieversorgung geworden.

Iran-Krieg aktuell: Trump-Sprecherin erklärt Straße von Hormus geöffnet

Update, 20:10 Uhr: Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hat iranische Berichte über eine erneute Schließung der Straße von Hormus als falsch zurückgewiesen. Im Mittelpunkt der Pressekonferenz stand auch Trumps Drohung, die iranische Zivilisation zu vernichten. Leavitt verteidigte den Kurs des Präsidenten im Iran-Krieg mit Nachdruck: „Was den Präsidenten am meisten interessiert, sind Ergebnisse.“ Der Iran habe sich dem US-Druck gebeugt und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zugestimmt. „Es waren die Iraner, die nachgegeben haben, nicht Präsident Trump“, so Leavitt.

Update, 19:05 Uhr: Keine Grundlage für Verhandlungen: So bewertet Washington den vom Iran veröffentlichten Zehn-Punkte-Plan für die geplanten Gespräche zwischen beiden Ländern. Bei dem Dokument handle es sich „nicht um den Arbeitsrahmen“, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Details zu dem von Trump selbst als „tragfähige Grundlage“ bezeichneten Plan nannte er nicht. „Wir werden aus Respekt vor dem Prozess nicht in der Öffentlichkeit verhandeln“, so der Vertreter. Iranische Staatsmedien hatten berichtet, der Plan sehe Urananreicherung, Kontrolle über die Straße von Hormus, die Aufhebung aller US-Sanktionen sowie Kriegsreparationen vor – Forderungen, die Washington stets zurückgewiesen hatte.

Iran-Krieg aktuell: Hisbollah-Angriffe Israels laut Trump „Teil des Deals“ mit Iran

Update, 17:24 Uhr: Donald Trump hat sich zu den aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg geäußert. Gegenüber dem TV-Sender PBS reagierte der US-Präsident auf die Meldung, dass das Mullah-Regime die Straße von Hormus als Vergeltung für Israels Angriffe auf den Libanon erneut gesperrt habe. Laut Trump schließe die Vereinbarung über eine zweiwöchige Waffenruhe mit Teheran den Libanon nicht mit ein. Auf die Frage, warum Libanon ausgenommen sei, antwortete Trump gegenüber dem US-Sender PBS: „Wegen der Hisbollah. Sie waren nicht Teil des Deals. Das wird sich auch noch regeln. Das ist in Ordnung.“ Israelische Angriffe auf die Hisbollah bezeichnete Trump als legitimen Bestandteil der Vereinbarung: „Es ist Teil des Deals – das weiß jeder. Das ist ein separates Scharmützel“, sagte Trump gegenüber PBS-Reporterin Liz Landers.

Update, 17:02 Uhr: Der Iran hat den Verkehr durch die Straße von Hormus offenbar vorübergehend wieder gestoppt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Das Mullah-Regime begründe die erneute Blockade demnach mit den israelischen Luftangriffen im Libanon. Laut Fars hätten am Morgen noch zwei Tanker die Meerenge passiert. Die New York Times berichtet davon, dass seit Verkündung der Waffenruhe im Iran-Krieg „eine Handvoll Schiffe“ die Straße durchfahren hätte.

Update, 16:10 Uhr: Nach dem Waffenstillstand im Iran-Krieg hat Bundeskanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das berichtet die Bild und bezieht sich dabei auf Regierungskreise. Demnach sei es ein freundschaftliches, kürzeres Gespräch gewesen, in dem sich Merz über den Stand der diplomatischen Bemühungen informieren wollte. Bereits am Morgen hatte der Kanzler den Waffenstillstand begrüßt und Pakistan für seine Vermittlerrolle gelobt. Merz betonte dabei, es gehe darum, „eine schwere weltweite Energiekrise abzuwenden“. Zudem kündigte er an, Deutschland werde „in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten“, wie BILD berichtet.

Iran-Krieg aktuell: Trump verkündet Zusammenarbeit mit Iran für Uran

Update, 14:03 Uhr: US-Präsident Donald Trump zufolge werden die USA „eng mit dem Iran zusammenarbeiten“, um das in der Erde vergrabene Uran zu erreichen. Dies schrieb er auf Truth Social. Die USA haben demnach „festgestellt, dass dort ein Regimewechsel stattgefunden hat, der sich als äußerst produktiv erweisen wird.“ Zuvor hatte Trump immer wieder gesagt, nun verhandle man mit anderen Menschen als zuvor, weshalb er dies als Regimewechsel sehe. Weiter schreibt Trump, dass es keine Urananreicherung mehr geben werde. „Wir führen derzeit Gespräche mit dem Iran über die Aufhebung von Zöllen und Sanktionen und werden dies auch weiterhin tun. Viele der 15 Punkte wurden bereits vereinbart“, betonte der Präsident.

Update, 13:05 Uhr: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine haben eine Pressekonferenz im Pentagon angekündigt, um Details zur vereinbarten Waffenruhe mit dem Iran zu erläutern. Wo und wann Sie die Pressekonferenz im Stream verfolgen können.

Update, 12:28 Uhr: Trotz der vereinbarten Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit. Man habe 28 iranische Drohnen abgefangen. 

Hormus-Mission nach Iran-Waffenruhe: SPD knüpft deutsche Beteiligung an strikte Bedingungen

Update, 12:16 Uhr: Angesichts der geplanten Waffenruhe im Iran-Krieg mehren sich in Berlin die Stimmen für eine deutsche Beteiligung an einer Sicherungsmission in der Straße von Hormus – doch die SPD knüpft dies an strikte Bedingungen. Der SPD-Politiker Ralf Stegner betonte gegenüber RTL/ntv: „Falsch wäre jedenfalls, sich an einem Angriffskrieg zu beteiligen. Wir können eigentlich nur mitmachen, zum Beispiel beim Minenräumen oder bei solchen Dingen, wenn dort kein Krieg herrscht.“

Iran-Krieg: Wie der Waffenstillstand zwischen den USA und Teheran in letzter Minute zustande kam

Update, 11:31 Uhr: Knapp vor Trumps Fristablauf signalisierte der Iran seine Zustimmung zur Feuerpause. Pakistans Armeechef vermittelte als Schlüsselfigur – und China soll Teheran in letzter Minute unter Druck gesetzt haben, den Bedingungen zuzustimmen. Die Details in Wie der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran in letzter Minute zustande kam.

Trotz Waffenruhe: Explosionen an iranischer Raffinerie am Persischen Golf – Ursache bislang unklar

Update, 10.59 Uhr: Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.

Iran setzt Trump unter Druck – und fordert besseren Deal als unter Obama

Update, 10:19 Uhr: Irans Forderungen für ein Ende des Krieges mit den USA stellen selbst den Obama-Deal in den Schatten – und bringen Trump in eine diplomatisch heikle Lage. Der republikanische Senator Lindsey Graham verlangt jetzt eine Überprüfung jedes möglichen Abkommens durch den Kongress. Die Hintergründe in Iran setzt Trump unter Druck – und fordert besseren Deal als unter Obama.

Ende des Iran-Kriegs? Skepsis um Waffenruhe – Kritische Stimmen aus den USA und aus Spanien

Update, 9:43 Uhr: Was ist von der Einigung im Iran-Krieg zu halten? Aus Verhandlungskreisen verlautete Skepsis, ob die Waffenruhe tatsächlich halten werde. Die US-Seite befürchtet laut der Nachrichtenagentur Reuters, Teheran könnte das zweiwöchige Zeitfenster nutzen, um auf Zeit zu spielen – die Vereinbarung gelte lediglich als „vertrauensbildende Maßnahme“

Update, 9:13 Uhr: Irans Zehn-Punkte-Plan enthält offenbar die Forderung nach Anreicherung von Uran – zwei Wochen harter Verhandlungen stehen nach Einschätzung eines Experten noch bevor. Militärexperte Carlo Masala warnt vor voreiligem Optimismus nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg.

„Es gibt wohl noch eine Version in Farsi, in der drin ist als Forderung, dass die Vereinigten Staaten den Iranern die Anreicherung von Uran erlauben“, sagte Masala heute im Deutschlandfunk. In der englischen Fassung des 10-Punkte-Plans fehle dieser Passus hingegen. „Das ist alles nicht ein vollumfänglicher Sieg der Vereinigten Staaten von Amerika“ – eher sei von einer „strategischen Niederlage“ zu reden.

Der iranische Plan enthalte kaum Zugeständnisse gegenüber den ursprünglichen US-Forderungen – darunter auch die Forderung nach Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die je zur Hälfte an den Iran und den Oman fließen sollen.

Iran-Krieg aktuell: Kanzler Merz fordert Verhandlungen für „dauerhaftes Ende des Krieges“

Update, 8:26 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Einigung auf eine Feuerpause im Iran-Krieg begrüßt und diplomatische Verhandlungen für ein „dauerhaftes Ende des Krieges“ gefordert. Entsprechende Verhandlungen dienten „dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung und der Sicherheit in der Region“ und könnten „eine schwere weltweite Energiekrise abwenden“, erklärte der Kanzler. Die Bundesregierung unterstütze die diplomatischen Bemühungen und sei dazu im Austausch mit den USA und anderen Partnern. Deutschland danke zudem Pakistan „für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung“.

Trump jubelt nach Einigung mit Teheran im Iran-Krieg: „Es wird viel Geld verdient werden“

Update, 7:51 Uhr: US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Feuerpause-Einigung mit Teheren und der angekündigten Hormus-Öffnung mit einem großen wirtschaftlichen Gewinn. „Es wird viel Geld verdient werden“, frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. „Ein großer Tag für den Weltfrieden!“ Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen. „Es wird viele positive Maßnahmen geben!“

Iran-Krieg aktuell: Trump will nicht von Drohung gegen Teheran abrücken – „Das werden wir sehen müssen“

Update, 06:09 Uhr: Die Feuerpausen-Einigung ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein „totaler und vollständiger Sieg“ für Washington. „100 Prozent, daran besteht kein Zweifel“ sagte Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Der US-Präsident betonte, es gebe einen stabilen Rahmen für eine längerfristige Einigung. Es finde ein Austausch über 15 Punkte statt, „von denen die meisten vereinbart wurden“, sagte Trump AFP. „Wir werden sehen, was passiert. Wir werden sehen, ob es dazu kommt“, fügte er hinzu.

Auf die Frage nach seinen früheren Drohungen, zivile Kraftwerke und Brücken im Iran zu zerstören, falls die Vereinbarung scheitert, antwortet Trump AFP zufolge lediglich: „Das werden Sie abwarten müssen.“ Vor der Einigung hatte Trump dem Iran mit der Auslöschung „einer ganzen Zivilisation“ gedroht.

Siegesrufe bis Skepsis: Gemischtes Echo auf US-Einigung mit dem Iran

Update, 5:32 Uhr: Das Echo auf die US-Einigung mit dem Iran fällt gemischt aus. Auch im Präsidentenlager gab es skeptische Stimmen. Der als Hardliner bekannte Senator Lindsay Graham von den Republikanern erklärte auf X, er ziehe „Diplomatie vor, wenn sie im Hinblick auf das iranische Terrorregime zum richtigen Ergebnis führt“.

Iran-Feuerpause unter Beschuss: Trump-Vertraute Loomer prophezeit Scheitern

Die als Trump-nah geltende rechte Influencerin Laura Loomer nannte die erneuten Verhandlungen mit dem Iran „negativ“. Die USA hätten nicht wirklich etwas erreicht, während „die Terroristen im Iran feiern“, kritisierte sie auf X. „Die Feuerpause wird scheitern“, sagte sie voraus. „Und Trump wird Recht damit behalten, dass dieses Regime ausgelöscht werden muss.“

Kritik hagelte es auch von den oppositionellen Demokraten. Der Minderheitsführer der Partei im Senat, Chuck Schumer, erklärte, Trump sei „zurückgerudert“ und suche nun „verzweifelt nach irgendeinem Ausweg aus seinem lächerlichen Geschwafel“ von einer vollständigen Vernichtung des Iran. Der demokratische Kongressabgeordnete Jim McGovern schrieb auf X, Trump stelle die Luftangriffe auf den Iran ein, „um die Straße von Hormus zu öffnen... die offen war, bevor er mit den Angriffen auf Iran begonnen hat. Verstehe“.

Iran-Krieg aktuell: Feuerpause gilt laut Israel nicht für den Libanon

Update, 5:26 Uhr: Die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg gilt nach Angaben der israelischen Regierung nicht für den Libanon. Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch „nicht den Libanon“, erklärte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu heute. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon.

Iran-Krieg aktuell: Trump will Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen

Update, 8. April, 0:45 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Neue Explosionen auf Ölinsel Charg

Update, 12:21 Uhr: Der Iran hat neue Explosionen auf der Insel Charg gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Details zu den möglichen Zielen waren zunächst nicht bekannt.

Rubriklistenbild: © IMAGO/imageBROKER/Allexxandar

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