Lage im Ticker
Iran-Krieg aktuell: Teheran sperrt Straße von Hormus offenbar weiter – Öltanker müssen umkehren
Der Beschuss geht trotz Waffenruhe weiter. Keine Anzeichen für ein Ende der Hormus-Blockade. Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker.
Update, 9. April, 6:54 Uhr: Israel hat am ersten Tag der Waffenruhe seine Angriffe auf den Libanon massiv ausgeweitet und dabei mindestens 182 Menschen getötet sowie rund 890 weitere verletzt. Die israelische Regierung stellte klar, dass die Feuerpause nicht für den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon gelte – US-Präsident Donald Trump bestätigte dies.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Beirut erlebte laut AFP die heftigsten Bombardierungen seit Kriegsbeginn. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk zeigte sich entsetzt: „Das Ausmaß der Tötungen und der Zerstörung heute im Libanon ist schlichtweg grauenhaft“, erklärte Türk der AFP. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete die Ausweitung der Waffenruhe auf den Libanon als „notwendige Voraussetzung“ dafür, dass sie „glaubwürdig und dauerhaft“ sei.
Update, 9. April, 5:32 Uhr: Der Iran blockiert die Straße von Hormus trotz Waffenruhe-Vereinbarung mit den USA weiter. Grund sind offenbar Israels anhaltende Angriffe auf den Libanon.
Obwohl die Öffnung der Straße von Hormus ein zentraler Bestandteil der Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Washington und Teheran ist, sperrt Iran die strategisch wichtige Meerenge weiter. Wie die der Islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars laut der Tagesschau berichtet, sei der Schiffsverkehr erneut eingestellt worden und Öltanker müssten umkehren.
Iran-Krieg aktuell: Trump-Sprecherin erklärt Straße von Hormus geöffnet
Update, 20:10 Uhr: Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt hat iranische Berichte über eine erneute Schließung der Straße von Hormus als falsch zurückgewiesen. Im Mittelpunkt der Pressekonferenz stand auch Trumps Drohung, die iranische Zivilisation zu vernichten. Leavitt verteidigte den Kurs des Präsidenten im Iran-Krieg mit Nachdruck: „Was den Präsidenten am meisten interessiert, sind Ergebnisse.“ Der Iran habe sich dem US-Druck gebeugt und der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zugestimmt. „Es waren die Iraner, die nachgegeben haben, nicht Präsident Trump“, so Leavitt.
Update, 19:05 Uhr: Keine Grundlage für Verhandlungen: So bewertet Washington den vom Iran veröffentlichten Zehn-Punkte-Plan für die geplanten Gespräche zwischen beiden Ländern. Bei dem Dokument handle es sich „nicht um den Arbeitsrahmen“, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Details zu dem von Trump selbst als „tragfähige Grundlage“ bezeichneten Plan nannte er nicht. „Wir werden aus Respekt vor dem Prozess nicht in der Öffentlichkeit verhandeln“, so der Vertreter. Iranische Staatsmedien hatten berichtet, der Plan sehe Urananreicherung, Kontrolle über die Straße von Hormus, die Aufhebung aller US-Sanktionen sowie Kriegsreparationen vor – Forderungen, die Washington stets zurückgewiesen hatte.
Iran-Krieg aktuell: Hisbollah-Angriffe Israels laut Trump „Teil des Deals“ mit Iran
Update, 17:24 Uhr: Donald Trump hat sich zu den aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg geäußert. Gegenüber dem TV-Sender PBS reagierte der US-Präsident auf die Meldung, dass das Mullah-Regime die Straße von Hormus als Vergeltung für Israels Angriffe auf den Libanon erneut gesperrt habe. Laut Trump schließe die Vereinbarung über eine zweiwöchige Waffenruhe mit Teheran den Libanon nicht mit ein. Auf die Frage, warum Libanon ausgenommen sei, antwortete Trump gegenüber dem US-Sender PBS: „Wegen der Hisbollah. Sie waren nicht Teil des Deals. Das wird sich auch noch regeln. Das ist in Ordnung.“ Israelische Angriffe auf die Hisbollah bezeichnete Trump als legitimen Bestandteil der Vereinbarung: „Es ist Teil des Deals – das weiß jeder. Das ist ein separates Scharmützel“, sagte Trump gegenüber PBS-Reporterin Liz Landers.
Update, 17:02 Uhr: Der Iran hat den Verkehr durch die Straße von Hormus offenbar vorübergehend wieder gestoppt. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Das Mullah-Regime begründe die erneute Blockade demnach mit den israelischen Luftangriffen im Libanon. Laut Fars hätten am Morgen noch zwei Tanker die Meerenge passiert. Die New York Times berichtet davon, dass seit Verkündung der Waffenruhe im Iran-Krieg „eine Handvoll Schiffe“ die Straße durchfahren hätte.
Update, 16:10 Uhr: Nach dem Waffenstillstand im Iran-Krieg hat Bundeskanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das berichtet die Bild und bezieht sich dabei auf Regierungskreise. Demnach sei es ein freundschaftliches, kürzeres Gespräch gewesen, in dem sich Merz über den Stand der diplomatischen Bemühungen informieren wollte. Bereits am Morgen hatte der Kanzler den Waffenstillstand begrüßt und Pakistan für seine Vermittlerrolle gelobt. Merz betonte dabei, es gehe darum, „eine schwere weltweite Energiekrise abzuwenden“. Zudem kündigte er an, Deutschland werde „in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten“, wie BILD berichtet.
Iran-Krieg aktuell: Trump verkündet Zusammenarbeit mit Iran für Uran
Update, 14:03 Uhr: US-Präsident Donald Trump zufolge werden die USA „eng mit dem Iran zusammenarbeiten“, um das in der Erde vergrabene Uran zu erreichen. Dies schrieb er auf Truth Social. Die USA haben demnach „festgestellt, dass dort ein Regimewechsel stattgefunden hat, der sich als äußerst produktiv erweisen wird.“ Zuvor hatte Trump immer wieder gesagt, nun verhandle man mit anderen Menschen als zuvor, weshalb er dies als Regimewechsel sehe. Weiter schreibt Trump, dass es keine Urananreicherung mehr geben werde. „Wir führen derzeit Gespräche mit dem Iran über die Aufhebung von Zöllen und Sanktionen und werden dies auch weiterhin tun. Viele der 15 Punkte wurden bereits vereinbart“, betonte der Präsident.
Update, 13:05 Uhr: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine haben eine Pressekonferenz im Pentagon angekündigt, um Details zur vereinbarten Waffenruhe mit dem Iran zu erläutern. Wo und wann Sie die Pressekonferenz im Stream verfolgen können.
Update, 12:28 Uhr: Trotz der vereinbarten Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus dem Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit. Man habe 28 iranische Drohnen abgefangen.
Hormus-Mission nach Iran-Waffenruhe: SPD knüpft deutsche Beteiligung an strikte Bedingungen
Update, 12:16 Uhr: Angesichts der geplanten Waffenruhe im Iran-Krieg mehren sich in Berlin die Stimmen für eine deutsche Beteiligung an einer Sicherungsmission in der Straße von Hormus – doch die SPD knüpft dies an strikte Bedingungen. Der SPD-Politiker Ralf Stegner betonte gegenüber RTL/ntv: „Falsch wäre jedenfalls, sich an einem Angriffskrieg zu beteiligen. Wir können eigentlich nur mitmachen, zum Beispiel beim Minenräumen oder bei solchen Dingen, wenn dort kein Krieg herrscht.“
Iran-Krieg: Wie der Waffenstillstand zwischen den USA und Teheran in letzter Minute zustande kam
Update, 11:31 Uhr: Knapp vor Trumps Fristablauf signalisierte der Iran seine Zustimmung zur Feuerpause. Pakistans Armeechef vermittelte als Schlüsselfigur – und China soll Teheran in letzter Minute unter Druck gesetzt haben, den Bedingungen zuzustimmen. Die Details in Wie der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran in letzter Minute zustande kam.
Trotz Waffenruhe: Explosionen an iranischer Raffinerie am Persischen Golf – Ursache bislang unklar
Update, 10.59 Uhr: Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.
Iran setzt Trump unter Druck – und fordert besseren Deal als unter Obama
Update, 10:19 Uhr: Irans Forderungen für ein Ende des Krieges mit den USA stellen selbst den Obama-Deal in den Schatten – und bringen Trump in eine diplomatisch heikle Lage. Der republikanische Senator Lindsey Graham verlangt jetzt eine Überprüfung jedes möglichen Abkommens durch den Kongress. Die Hintergründe in Iran setzt Trump unter Druck – und fordert besseren Deal als unter Obama.
Ende des Iran-Kriegs? Skepsis um Waffenruhe – Kritische Stimmen aus den USA und aus Spanien
Update, 9:43 Uhr: Was ist von der Einigung im Iran-Krieg zu halten? Aus Verhandlungskreisen verlautete Skepsis, ob die Waffenruhe tatsächlich halten werde. Die US-Seite befürchtet laut der Nachrichtenagentur Reuters, Teheran könnte das zweiwöchige Zeitfenster nutzen, um auf Zeit zu spielen – die Vereinbarung gelte lediglich als „vertrauensbildende Maßnahme“
Update, 9:13 Uhr: Irans Zehn-Punkte-Plan enthält offenbar die Forderung nach Anreicherung von Uran – zwei Wochen harter Verhandlungen stehen nach Einschätzung eines Experten noch bevor. Militärexperte Carlo Masala warnt vor voreiligem Optimismus nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg.
„Es gibt wohl noch eine Version in Farsi, in der drin ist als Forderung, dass die Vereinigten Staaten den Iranern die Anreicherung von Uran erlauben“, sagte Masala heute im Deutschlandfunk. In der englischen Fassung des 10-Punkte-Plans fehle dieser Passus hingegen. „Das ist alles nicht ein vollumfänglicher Sieg der Vereinigten Staaten von Amerika“ – eher sei von einer „strategischen Niederlage“ zu reden.
Der iranische Plan enthalte kaum Zugeständnisse gegenüber den ursprünglichen US-Forderungen – darunter auch die Forderung nach Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die je zur Hälfte an den Iran und den Oman fließen sollen.
Iran-Krieg aktuell: Kanzler Merz fordert Verhandlungen für „dauerhaftes Ende des Krieges“
Update, 8:26 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Einigung auf eine Feuerpause im Iran-Krieg begrüßt und diplomatische Verhandlungen für ein „dauerhaftes Ende des Krieges“ gefordert. Entsprechende Verhandlungen dienten „dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung und der Sicherheit in der Region“ und könnten „eine schwere weltweite Energiekrise abwenden“, erklärte der Kanzler. Die Bundesregierung unterstütze die diplomatischen Bemühungen und sei dazu im Austausch mit den USA und anderen Partnern. Deutschland danke zudem Pakistan „für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung“.
Trump jubelt nach Einigung mit Teheran im Iran-Krieg: „Es wird viel Geld verdient werden“
Update, 7:51 Uhr: US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Feuerpause-Einigung mit Teheren und der angekündigten Hormus-Öffnung mit einem großen wirtschaftlichen Gewinn. „Es wird viel Geld verdient werden“, frohlockte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. „Ein großer Tag für den Weltfrieden!“ Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen. „Es wird viele positive Maßnahmen geben!“
Iran-Krieg aktuell: Trump will nicht von Drohung gegen Teheran abrücken – „Das werden wir sehen müssen“
Update, 06:09 Uhr: Die Feuerpausen-Einigung ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein „totaler und vollständiger Sieg“ für Washington. „100 Prozent, daran besteht kein Zweifel“ sagte Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP.
Der US-Präsident betonte, es gebe einen stabilen Rahmen für eine längerfristige Einigung. Es finde ein Austausch über 15 Punkte statt, „von denen die meisten vereinbart wurden“, sagte Trump AFP. „Wir werden sehen, was passiert. Wir werden sehen, ob es dazu kommt“, fügte er hinzu.
Auf die Frage nach seinen früheren Drohungen, zivile Kraftwerke und Brücken im Iran zu zerstören, falls die Vereinbarung scheitert, antwortet Trump AFP zufolge lediglich: „Das werden Sie abwarten müssen.“ Vor der Einigung hatte Trump dem Iran mit der Auslöschung „einer ganzen Zivilisation“ gedroht.
Siegesrufe bis Skepsis: Gemischtes Echo auf US-Einigung mit dem Iran
Update, 5:32 Uhr: Das Echo auf die US-Einigung mit dem Iran fällt gemischt aus. Auch im Präsidentenlager gab es skeptische Stimmen. Der als Hardliner bekannte Senator Lindsay Graham von den Republikanern erklärte auf X, er ziehe „Diplomatie vor, wenn sie im Hinblick auf das iranische Terrorregime zum richtigen Ergebnis führt“.
Iran-Feuerpause unter Beschuss: Trump-Vertraute Loomer prophezeit Scheitern
Die als Trump-nah geltende rechte Influencerin Laura Loomer nannte die erneuten Verhandlungen mit dem Iran „negativ“. Die USA hätten nicht wirklich etwas erreicht, während „die Terroristen im Iran feiern“, kritisierte sie auf X. „Die Feuerpause wird scheitern“, sagte sie voraus. „Und Trump wird Recht damit behalten, dass dieses Regime ausgelöscht werden muss.“
Kritik hagelte es auch von den oppositionellen Demokraten. Der Minderheitsführer der Partei im Senat, Chuck Schumer, erklärte, Trump sei „zurückgerudert“ und suche nun „verzweifelt nach irgendeinem Ausweg aus seinem lächerlichen Geschwafel“ von einer vollständigen Vernichtung des Iran. Der demokratische Kongressabgeordnete Jim McGovern schrieb auf X, Trump stelle die Luftangriffe auf den Iran ein, „um die Straße von Hormus zu öffnen... die offen war, bevor er mit den Angriffen auf Iran begonnen hat. Verstehe“.
Iran-Krieg aktuell: Feuerpause gilt laut Israel nicht für den Libanon
Update, 5:26 Uhr: Die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg gilt nach Angaben der israelischen Regierung nicht für den Libanon. Israel unterstütze zwar die Feuerpause im Iran, diese umfasse jedoch „nicht den Libanon“, erklärte das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu heute. Zuvor hatte der Vermittler Pakistan erklärt, die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon.
Iran-Krieg aktuell: Trump will Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen
Update, 8. April, 0:45 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Aktuelle Lage im Iran-Krieg: Neue Explosionen auf Ölinsel Charg
Update, 12:21 Uhr: Der Iran hat neue Explosionen auf der Insel Charg gemeldet. Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, die Insel werde angegriffen. Dort hatte das US-Militär bereits Mitte März Luftangriffe ausgeführt. Details zu den möglichen Zielen waren zunächst nicht bekannt.
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